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DARSTELLUNGEN DES HINDU GOTTES SHIVA IN DEN ELEPHANTA-HÖHLEN

Monique Hartmann. 25 Januar , 2019.   0

DARSTELLUNGEN DES HINDU GOTTES SHIVA IN DEN ELEPHANTA-HÖHLEN & DIE GESCHICHTEN, DIE SIE ERZÄHLEN

Als eine der ältesten, in Fels gehauenen Strukturen im Land, sind die Statuen und Tafeln in den Elephanta-Höhlen (in der Nähe von Mumbai) der perfekte Ausdruck der archaischen indischen Kunst, die im Zusammenhang mit dem Kult des Gottes Shiva stehen. Hier hat die indische Kunst einen ihrer perfektesten Ausdrücke gefunden, vor allem die gewaltigen Hochreliefs in der Haupthöhle. Wir haben eine Sammlung solch antiker Skulpturen und ihren Geschichten zusammengestellt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim lesen.

Trimurti oder Sadashiva, Elephanten Höhlen © Rklfoto / Shutterstock

Trimurti oder Sadashiva - Trimurti oder Sadashiva - dies wird als eine der wichtigsten Skulpturtafeln innerhalb der Höhle betrachtet. Sie wurde in die südliche Wand gemeißelt, direkt gegenüber des Haupteingangs zur 1. Höhle. Die Steintafel zeigt eine dreiköpfige Darstellung des Hindu Gottes Shiva, die auch unter dem Namen „Panchamukha Shiva“ bekannt ist. Die Darstellung ist ebenfalls bekannt als „Maheshmurti“ und „Sadashiva“.
 

Die drei Köpfe stellen die drei verschiedenen Aspekte des Hindu-Gottes Shiva dar, nämlich Schöpfung, Schutz und Zerstörung. Das halbe Gesicht zur Rechten zeigt, wie er eine Lotusknospe hält. Es ist ein Symbol des Versprechens von Leben und Kreativität. Es symbolisiert Brahma, den Schöpfer. Das halbe Gesicht auf der linken Seite zeigt einen jungen Mann mit Schnurrbart. Dies symbolisiert den „Zerstörer“-Aspekt[JL1]  des Gottes Shiva.  Das Gesicht in der Mitte, welches in Meditation geradeaus blickt, stellt den „Erhalter“-Aspekt dar, wobei es Vishnu dem Erhalter ähnelt. Die drei Köpfe sind gleichgestellt mit den drei Aspekten des Shaivismus (einer Form des Hinduismus). Sie repräsentieren Shiva, Vishnu und Brahma; die drei Hauptgötter der hinduistischen Religion.

Gangadhara in dem Shiva heiligen Fluss Ganga (Ganges) aus dem Himmel holt, Elephanten Höhlen © mds0 / Shutterstock

Gangadhara - Die „Gangadhara“-Steintafel auf der rechten Seite der Trimurti-Steintafel zeigt Shiva und Parvati, die nebeneinanderstehen, während Shiva den heiligen Fluss Ganga (Ganges) aus dem Himmel holt, damit er der Menschheit dient. Im oberen Teil der Steintafel befindet sich die Schnitzerei einer kleinen Göttin mit drei Körpern, welche die drei Flüsse Ganga, Yamuna und Saraswati darstellen.

Ardhanarishvara, das männlichen und weiblichen Form von Shiva, Elephanten Höhlen © Thurtell / Shutterstock​​​​​​​

Ardhanarishvara - Die „Ardhanarishvara“-Steintafel befindet sich links von der Trimurti-Steintafel und zeigt das alte hinduistische Konzept der gegenseitigen Abhängigkeit der männlichen und weiblichen Form im Universum. Die Hälfte der Hauptfigur, mit weiblichem Haar, Taille, Brust und so weiter, repräsentiert Parvati; während die andere Hälfte mit männlichen Eigenschaften Shiva darstellt.

Die weibliche Form von Parvati ist mit Schmuckstücken dekoriert, während die männliche Form mit fallenden Haaren, Pulswärmern und Armbinden dekoriert ist; während seine Hand auf dem Nandi-Bullenhorn ruht. Der untere Teil der Hauptstatue ist zu stark beschädigt, um eine Unterscheidung zwischen der männlichen und der weiblichen Form zu ermöglichen.

Der Rest der Steintafel besteht aus drei Schichten von Zuschauern. Das untere Drittel besteht aus menschlichen Zuschauern, während das mittlere Drittel aus verschiedenen Göttern und Göttinnen der Hindu-Religion besteht. Darüber verbreiten die fliegenden „Apsaras“ (Feen) ihre festlichen Opfergaben, Musik und Girlanden.

Shiva tötet Andhaka, Elephanten Höhlen © arun Sambhu Mishra / Shutterstock​​​​​​​

Shiva tötet Andhaka – Diese Steintafel zeigt Shiva in seiner wilden Form Bhairava, während er Andhaka, den Dämon der Dunkelheit, tötet. Der untere Teil der Platte befindet sich in einem stark beschädigten Zustand. Sie zeit, wie Shiva den Dämon mit seinem Dreizack tötet, während er eine Schüssel in einer seiner Hände hält, um das tropfende Blut des Dämons zu sammeln. Nach hinduistischer Mythologie glaubt man, dass der Boden vom Blut genährt und zu neuen Dämonen gemacht werden könne. Daher war es wichtig, das Blut zu sammeln. 5 der 8 Arme von Shiva wurden verletzt, ebenso die Beine; wodurch zusätzliche Details aus der Geschichte auf der Steintafel versteckt sind.

Hochzeit des Gottes Shiva, Elephanten Höhlen – By snap_rsg / Shutterstock​​​​​​​

Hochzeit des Gottes Shiva
Diese extravagante Steintafel zeigt die Hochzeit des Gottes Shiva. Die Göttin Parvati steht auf der rechten Seite von Shiva, wie es in der hinduistischen Tradition üblich ist. Ein großer Teil der Steintafel ist beschädigt und viele komplizierte Details sind im Laufe der Zeit verloren gegangen. Doch die zerstörte Skulptur stellt König Parvata dar, der hinter der Braut Parvati steht und seine Tochter an den Bräutigam übergibt. Brahma (der dreiköpfige Gott, der auf einer Lotusblume sitzt) zur Linken, ist in diesem Abbild als der Priester dargestellt, während Lord Vishnu hinter ihm steht. Viele andere Charaktere sind eingraviert, wie etwa Trauzeugen, während einige von ihnen (die von der Decke hängen) ihren Segen auf diesen freudigen Anlass zu werfen scheinen.

Shiva wird in der Szene als jung und ruhig dargestellt, während Parvati als emotional und schüchtern dargestellt wird; ihr Kopf ist zu ihm geneigt ist und die Augenlider sind vor Freude gesenkt. Gott Shiva trägt einen Faden über seiner Brust, welcher in der hinduistischen Tradition üblich ist, während Parvati mit dem üblichen Schmuck verziert ist.

Yogishvara, Der Gott des Yoga, Elephanten Höhlen / Shutterstock​​​​​​​

Yogishvara, Der Gott des Yoga - Es ist eine der ersten Steintafeln, die man sieht, wenn man die Höhle vom nördlichen Eingang aus betritt. Es ist eine Form des Hindu-Gottes Shiva im Yoga, bekannt als „Yogishvara“ oder „Mahayogi“.

Ein Großteil der Abbildung ist in einem schlechten Zustand, bei dem Teile der Beine und Arme abgebrochen und verloren gegangen sind. Die Figur des Hindu-Gottes befindet sich in einer Padmasana, in Meditation verloren. Er sitzt über einer Lotusblüte und nimmt eine gut dargestellte Haltung ein, die darauf hindeutet, dass der Künstler des 6. Jahrhunderts, welcher das Abbild in Stein geschlagen hat, sich der Asana bewusst war. Auf jeder Seite der Lotusblume befinden sich zwei „Nagas“ in der „Namaste“-Haltung.

Der Hindu-Gott als Hauptfigur wird von den Skulpturen verschiedener puranischer und vedischer Gottheiten, sowie Sadhus (Asques) und Mönchen angesprochen. Man sieht, wie sie sich um den Gott scharen, um ihn zu beobachten und seinen Zustand der Meditation nicht zu stören. Das Kunstwerk des Yogischen Shiva ähnelt dem in buddhistischen Höhlen, obwohl man einige Unterschiede finden kann. Zum Beispiel scheint die Shiva-Statue auf der Steintafel eine Krone zu tragen, wobei seine Brust nach vorne gewölbt ist, als führte er eine Atemübung aus; die in alten hinduistischen Yogatexten auch gefunden werden kann.

Nataraja, Der Gott des Tanzes, Elephanten Höhlen / Shutterstock​​​​​​​

Nataraja, Der Gott des Tanzes - Auf der westlichen Seite des Eingangsportikus, direkt gegenüber der Yogishvara-Statue, befindet sich die Steintafel mit der Abbildung von Nataraja, auch genannt der „Gott der Tänzer“. Die Statue wird auch als Nurtamurti bezeichnet.

Die Steintafel zeigt einen achtarmigen Nataraja, der in der „Lalita“-Mudra tanzt und die Besetzung des gesamten Raumes, aufsteigende Energie und Ganzkörperschwerelosigkeit symbolisiert. Die noch erhaltenen Teile der Steintafel zeigen, wie er eine Axt mit einer zusammengerollten Schlange an dessen Spitze, sowie ein gefaltetes Tuch hält.

Mehrere Götter und Göttinnen bezeugen das zauberhafte Schauspiel von Nataraja, mitunter Brahma, Vishnu, Lakshmi, Saraswati und Parvati. Shivas Söhne Ganesha und Kartikeya sind ebenfalls zu erkennen, welche Shivas Stab halten, um so das vedische Familienleben darzustellen.

Es ist bemerkenswert, dass die Tanz- und Zerstöreraspekte von Shiva in den nordwestlichen Teilen der Höhle gebündelt sind; während seine Yoga- und Schöpferaspekte in den nordöstlichen Teilen der Höhle gefunden werden können. Dies ist ein Kontrast der beiden wichtigen Seiten des Hindu-Gottes Shiva.

Die Steintafel zeigt Shiva und Parvati auf dem Berg Kailash im Himalaya, Elephanten Höhlen © triloks / Shutterstock​​​​​​​

Kailash – Die Steintafel befindet sich am östlichen Eingang zum Hauptteil der 1. Höhle. Sie zeigt Shiva und Parvati auf dem Berg Kailash im Himalaya. Die Szene zeigt eine vierarmige Version des Hindu-Gottes mit Parvati an seiner Seite; während „Apsaras“ (Feen) entlang der Wolken über ihnen schweben. Nandi (obwohl stark entstellt) kann unter ihr gesehen werden, als das heilige Stierkalb, das Fahrzeug „Vahana“ von Lord Shiva. Die Szene, die auf der Steintafel abgebildet ist, trägt auch den Namen der Umahasheshvara-Geschichte.

Die Steintafel Ravananugraha, Elephanten Höhlen / Shutterstock​​​​​​​

Ravananugraha - Genau auf der gegenüberliegenden Seite der Kailash-Steintafel, welche die Umamaheshvara-Geschichte darstellt, ist diese Tafel zu sehen. Sie erweckt die Legende zum Leben, die als Ravananugraha bekannt ist. Der Dämonenkönig Ravana aus Sri Lanka hebt den Berg an und unterbricht somit Shivas Frieden (bei seinem Versuch jedoch nicht erfolgreich). Viele Details auf der Steinplatte sind im Laufe der Zeit zerstört worden und ein Großteil der überlebenden in Stein gehauenen Figuren rufen eine hochspekulative Geschichte hervor.

Shiva Linga Schrein und Dwarkapals, Elephanten Höhlen – The Guardians at the main shiva Shrine – Inside is Shiv Lingam / Shutterstock​​​​​​​

 Linga Schrein – Dies ist der zentrale Schrein im Shiva-Tempel, eine quadratische Kammer, die von zwei „Dwarapalas“ (Torwächter) auf jeder Seite bewacht wird. Jede Dwarapala-Statue erhebt sich auf eine Höhe von 4,6 Metern. In der Kammer befindet sich ein „Shiva Linga“, die abstrakte Manifestation der männlichen und weiblichen Formen in Vereinigung, welche eine unbegrenzte schöpferische Quelle im Universum symbolisieren. Der Shiva Linga ist gewöhnlich an der heiligsten Stelle (oder im Herzen) des Tempels zu finden; es ist normalerweise das Tempelheiligtum.


 [JL1]Alternatively:
den “zerstörerischen” Aspekt

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