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Kandy und das umliegende Bergland

von indienrundreisen.de
Zahntempel, Kandy
Der berühmte Tempel der Zahnreliquie in der Abenddämmerung. Zweimal wurde der Tempel während früherer Kämpfe beschädigt, aber beide Male wurde er vollständig restauriert © Tunart

 
Kandy und das umliegende Bergland

Entdecken Sie Kandy und das umliegende Hügelland
Fortbewegung


 

Zusammen mit Polonnaruwa und Anuradhapura bildet Kandy einen Teil des so genannten kulturellen Dreiecks von Sri Lanka. Kandy ist wegen des architektonischen, musikalischen und tänzerischen Erbes als Kulturhauptstadt des Landes bekannt und steht ganz oben auf der Liste der Reiseziele, die ausländische Touristen unbedingt besuchen müssen. Die heilige Zahnreliquie des Buddha zieht zudem Pilger aus dem In- und Ausland gleichermaßen an. Zudem dient Kandy als Tor zum zentralen Hochland. Das Hügelland dieser Insel ist mit gepflegten, terrassenförmig angelegten Teeplantagen bedeckt und mit Städten übersät, die sorgfältig alle Überbleibsel der vergangenen britischen Kolonialzeit bewahrt haben.

Kandy liegt im Zentrum Sri Lankas und ist umgeben von üppig bewachsenen Hügeln. Die Stadt wurde von Vikramabahu lll gegründet, der zwischen 1357 und 1374 regierte, und wurde unter der Herrschaft von Senasammatha Vikramabahu im 15. Jahrhundert zur Hauptstadt des damaligen Königreichs. Mit der Ankunft der Heiligen Zahnreliquie im Jahr 1592 wurde der Status von Kandy weiter aufgewertet. Während der folgenden Jahrhunderte, als die Könige einander ablösten, errichteten, bauten und renovierten sie weitere Teile dieser historischen Stadt, während sie gleichzeitig fremde Kolonialmächte abwehrten.

Diese strahlend weiße Buddha-Statue steht in starkem Kontrast zum intensiven Grün der umliegenden Hügel, Kandy, Sri Lanka © Elkor


Die Entschlossenheit der Briten zahlte sich jedoch aus, als sie 1815 mit der Eroberung von Kandy den letzten verbliebenen Widerstand beseitigten und die Kontrolle über die gesamte Insel erlangten. Möglich wurde dies durch die Unbeliebtheit und den schlechten Ruf des tyrannischen und grausamen Herrscher Sri Vikrama Rajasingha. Schon bald entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum, das durch eine neu errichtete Eisenbahnlinie – die erste im Land – mit Colombo verbunden war. Heute ist Kandy nach Colombo die zweitwichtigste Stadt und berühmt für das große Esala-Perahera-Festival zu Ehren der heiligen Zahnreliquie, die sich im gleichnamigen Tempel befindet, der selbst eine wichtige Attraktion darstellt.

Wenn man die Hektik von Kandy hinter sich gelassen hat, bringt das milde Klima der Umgebung eine willkommene Erleichterungmit sich. Das Leben findet zu einem friedlichen Rhythmus zurück. Das Hügelland bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, von makellos angelegten Teeplantagen, die sich um die Hänge schlängeln, bis hin zu rauen Landschaften mit Wasserfällen, die die Hänge hinabstürzen. Züge auf Gleisen aus der Kolonialzeit fahren in luftiger Höhe an ehemaligen Bergstationen wie Badulla und Nuwara Eliya vorbei, die heute beide moderne Städte sind. Andere Bergstädte wie Haputale und Ella sind beliebt für ihre angenehmen, Serpentinenpfade und die schönen Aussichten.

Eine Mauer mit identischen Elefantenabbildungen in einem Tempel in Kandy, Sri Lanka. Dalada Maligawa Tempel © Evenjc


 

Entdecken Sie Kandy und das umliegende Hügelland

Kandy, im Nabel Sri Lankas gelegen, ist auch für den Tempel des Heiligen Zahns berühmt, der Pilger und Besucher aus aller Welt anzieht. Weitere Attraktionen in der Region sind historische Bauwerke, wie die alten Tempel aus der Blütezeit von Kandy, sowie Naturattraktionen wie das Elefantenwaisenhaus in Pinnawala und der idyllische Botanische Garten von Peradeniya. Die Knuckles Mountain Range im Norden von Kandy zieht viele Entdecker an. Teeliebhaber können ihren Durst auf einer der vielen Teeplantagen im Süden der Stadt stillen und gleichzeitig mehr über den Herstellungsprozess erfahren.

Nuwara Eliya versetzt seine Besucher mit einem Aufenthalt in einem typischen Bungalow oder Hotel aus der Kolonialzeit in diese Epoche zurück. Der Horton Plains National Park bietet sich für Tagesausflüge an und südwestlich von Nuwara Eliya liegt der Adam’s Peak, der vor allem für Pilger ein emotional erhebendes Kletterziel darstellt. Wanderer finden einen Zufluchtsort im Regenwald des Sinharaja Forest Reserve im Süden. Für Geologen ist Ratnapura von besonderem Interesse, denn hier befindet sich das Zentrum der Edelsteinindustrie des Landes. Die Stadt liegt direkt an der Straße nach Colombo, der Hauptstadt.

Ein Mann in traditioneller Kleidung Sri Lankas steht an einer verzierten Wand in einem Tempel in Kandy und spielt auf seinem Instrument © Hadynyah


 

Fortbewegung

Die atemberaubende Landschaft dieser Hügelregion lässt sich am besten aus einem Zugwaggon genießen. Busse und Züge fahren regelmäßig durch das gesamte Bergland. Von einer der größeren Städte aus kann man die entlegenen Orte mit einem Tuk-Tuk erreichen. Falls Sie über ein Auto mit Fahrer verfügen, nehmen Sie die Eisenbahn von Kandy zum Bahnhof Nanu Oya, der Nuwara Eliya ansteuert und bitten Sie Ihren Fahrer, Sie dort abzuholen. Die Region eignet sich auch hervorragend für Wanderer, so dass Sie die Gegend zu Fuß durchstreifen können, um das Alltagsleben der Einheimischen kennenzulernen und dabei die herrlichen Aussichten zu genießen. Beachten Sie jedoch, dass seit der Bombardierung durch die LTTE im Jahr 1997 alle Straßen in der Nähe des Tempels des Heiligen Zahns für Fahrzeuge unpassierbar sind.

Ein Tänzer mit auffälligen Ornamenten und Kopfschmuck führt einen rituellen Tanz während eines Festivals in Kandy, Sri Lanka, auf © Laughingmango


Buddha-Statuen, umgeben von Gläubigen in andächtiger Haltung vor einer Tempelwand in Kandy © Myshkovsky


Eine singhalesische Frau wäscht ihre Wäsche am Flussufer unter bewölkten Himmel, Kandy © Ertyo 5


Ein Verkäufer hält eine Tamarindenfrucht in seiner offenen Hand. Tamarind ist eine beliebte Zutat in singhalesischen Currys, Chutneys, Gemüse- und Linsengerichten © DavorLovinic


Ein ausländischer Tourist auf einer Wanderung mit einem singhalesischen Führer an den Hängen der Knuckles Mountains im Zentrum Sri Lankas. Der Ort gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist bei Wanderern sehr beliebt © DavorLovinic


Eine Pinie in der Knuckles Range in Zentral-Sri Lanka wird zur Harzgewinnung angezapft © DavorLovinic


Eine Buddha-Statue im typischen Lotussitz, mit geschlossenen Augen, gefalteten Händen und gekreuzten Beinen. Verschiedene andere Darstellungen runden diese Szene in Kandy ab © Myshkovsky


Das Harz der gefällten Pinie wird in einem Behälter gesammelt, der am Baum befestigt ist. Diese Bäume wachsen am besten in den feuchten, mittleren Zonen Sri Lankas © DavorLovinic


Ein Musiker in traditioneller singhalesischer Tracht spielt auf Trommeln in einem Tempel in Kandy, Sri Lanka © Hadynyah


Gläubige an einem Blumentisch im Tempel der heiligen Zahnreliquie, im alten Königspalastkomplex des ehemaligen Königreichs Kandy © Aliona


Der Kandy-See ist eine Oase des Friedens und der Ruhe im Herzen der Stadt. Er ist auch als Kiri Muhuda oder Milchsee bekannt und wurde im frühen 19. Jahrhundert angelegt © Milan Chudoba


Der Königliche Botanische Garten in Peradeniya, Kandy, geht auf das Jahr 1371 zurück, als er als Lustgarten für die Könige diente. Er beherbergt 4000 verschiedene Pflanzenarten, darunter Heilpflanzen, Gewürze, Orchideen und viele verschiedene Bäume © Saman Weeratunga


Die Lichter des Tempels der heiligen Zahnreliquie spiegeln sich im Kandysee. Die Audienzhalle scheint auf dem Wasser des Sees zu schweben, Kandy © Saman Weeratunga


Ein Stand am Straßenrand in Kandy, der tropische Früchte verkauft. Die idealen klimatischen Bedingungen des Inselreichs in Verbindung mit dem Wissen und der Erfahrung vieler Generationen von Gartenbauern sorgen für eine gute Qualität der Früchte © Taya 294


Auf dem Blumenmarkt von Kandy reihen sich die Stände mit Blumen aneinander. Die wunderschöne violette Nil-Mahanel, oder Nymphaea Stellate, wurde 1986 zur Nationalblume Sri Lankas erklärt © Efesenko


Touristen wandern entlang des Reisfeldes in den Knuckles Mountains in Sri Lanka. Das Gebirge ist bei Wanderern und Bergsteigern sehr beliebt © Davor Lovinic


Die in Stein gehauene Statue eines meditierenden Buddhas in einem Tempel aus dem 14. Jahrhundert in Kandy, Sri Lanka © Radiokukka


Dies ist nur einer der vielen beeindruckenden Bäume im Königlichen Botanischen Garten von Peradeniya, Kandy. Es gibt mehr als 10 000 Bäume im Garten, einige sind Hunderte von Jahren alt, wie dieser wilde Feigenbaum © Meinzahn


Eine Buddha-Statue wird in einem Tempel in Kandy teilweise von den Sonnenstrahlen beleuchtet © Joyt


Eine kleine Gruppe traditioneller Tänzer tritt auf der Bühne eines Theaters in Kandy, Sri Lanka, auf © Bartosz Hadyniak


Eine Wandmalerei in Kandy, welche eine religiöse buddhistische Szene mit verschiedenen Figuren zeigt © Myshkovsky


Der berühmte Tempel der heiligen Zahnreliquie, auch Sri Dalada Maligawa genannt, in einer Nachtaufnahme. Während der Puja ist der schwer bewachte Raum, der die Zahnreliquie beherbergt, für Gläubige und Besucher geöffnet © Wassili


Das beeindruckende Innere des Tempels der heiligen Zahnreliquie in Kandy, Sri Lanka © Kulicki


Einer der Höhepunkte des Botanischen Gartens in Kandy ist die atemberaubende Palmenallee mit Bäumen, die auf beiden Seiten des Weges in den Himmel ragen © krivinis


Ein Zug bei Kandy, Sri Lanka schlängelt sich durch üppig grüne Felder und Teeplantagen © Maryabdelkarim


Gläubige und Besucher stehen um einen mit Blumen beladenen Tisch im Tempel der Heiligen Zahnreliquie in Kandy. Blumen werden sowohl im Buddhismus als auch im Hinduismus als Opfergabe verwendet und sind ein Symbol für Großzügigkeit und die Schönheit der Erleuchtung © Photoaliona


Ein Hornspieler in zeremonieller Kleidung im Inneren des wunderschön geschmückten Tempels der Heiligen Zahnreliquie, Kandy, Sri Lanka © pidjoe


Eine Gruppe von Touristen sieht zu, wie ein Feuertänzer seinen rituellen Tanz zum Klang der Trommeln am Tempel der Zahnreliquie in Kandy vorführt © helovi


Ein indischer Elefant, der eine typische rote Decke mit Löchern für die Augen trägt, geht im Tempel der heiligen Zahnreliquie in Kandy, Sri Lanka, umher. In buddhistischen Texten stellen Elefanten oft Buddha persönlich dar © Surangaw


Im Botanischen Garten von Peradeniya in Kandy spazieren die Besucher durch eine Allee aus hohen Koniferen. Der Garten zieht jedes Jahr mehr als eine Million Besucher an © Efesenko


Gläubige stehen Schlange, um ihre Opfergaben im Dalada Maligawa, auch bekannt als der Tempel des Heiligen Zahns in Kandy, darzubringen © Danilovi


Ein Gläubiger trägt ein Tablett mit leuchtend violetten Blumen, die der Gottheit im Dalada Maligawa, einem Wahrzeichen von Kandy, Sri Lanka, dargebracht werden © Danilovi


Kerzen sind ein wichtiger Bestandteil buddhistischer Rituale und werden als Zeichen des Respekts vor Buddha aufgestellt. Hier zünden Gläubige Kerzen im Tempel der heiligen Zahnreliquie in Kandy an © Andrey danilovich


Die intensive, strahlend weiße Farbe der Buddha-Statue steht in starkem Kontrast zum blauen Himmel im Hintergrund, Zahnreliquien-Tempel, Kandy © Urf


Eine goldene Buddha-Statue, im Lotussitz mit offenen Augen, in einem Tempel in Kandy, Sri Lanka © buddhika_Jayawardana


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