Alt- und Neu-Delhi Tour
Delhi – Eine Stadt voller Geschichten, Gegensätze und Seele
Die vielen Gesichter Delhis
Das politische Herz Indiens
Delhi – Die Stadt, die immer wieder auferstand
Das Erbe Delhis
Zwischen Mogulpracht und vergessenen Ruinen – Delhis faszinierende Kontraste
Das geheimnisvolle Tughlaqabad-Fort
Nizamuddin – Das spirituelle Herz Delhis
Hauz Khas Village – Wo Geschichte auf modernes Delhi trifft
Mehrauli Archäologischer Park – Eine Reise durch 1000 Jahre Geschichte
Essen in Delhi genießen
Delhis Street Food – Würzig, chaotisch und unwiderstehlich
Paharganj – Eine Welt für sich
Einkaufsbummel in Delhi
Zwischen Schnäppchenjagd und stilvollem Shopping
Chandni Chowk – Das pulsierende Herz von Alt-Delhi
Delhi bei Nacht
Wissenswertes
Einige Bilder von unserer Reise nach Delhi
Delhi – Eine Stadt voller Geschichten, Gegensätze und Seele
Delhi lässt sich nicht mit nur einem einzigen Bild beschreiben. Symbolisch betrachtet gleicht diese faszinierende Metropole eher einem opulenten Sieben-Gänge-Menü als einem einzelnen Gericht – voller unterschiedlichster Aromen, Eindrücke und Geschichten, die zusammen ein unvergessliches Erlebnis ergeben.
Wer versucht, Delhi auf ein einziges Merkmal zu reduzieren, wird unweigerlich scheitern. Die Stadt ist ein Kaleidoskop aus Kulturen, Religionen, Traditionen, Architektur und Kulinarik. Alte Mogulgräber stehen neben modernen Wolkenkratzern, Straßenhändler neben luxuriösen Boutiquen, jahrhundertealte Basare neben trendigen Cafés. Genau diese Gegensätze machen den einzigartigen Charakter Delhis aus.
Über mehr als tausend Jahre hinweg wurde die Stadt immer wieder zerstört, niedergebrannt und neu aufgebaut. Doch jedes Mal erhob sich Delhi erneut aus der Asche. Unter den Mauern moderner Gebäude ruhen bis heute die Überreste vergangener Königreiche und Dynastien – stille Zeugen einer bewegten Geschichte, die überall in der Stadt spürbar ist.
Wer sich abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten bewegt, entdeckt das wahre Herz Delhis: seine Menschen.
Die Bewohner nennen sich stolz Delhiites – ein Begriff, der mit Identität, Stolz und Zugehörigkeit verbunden ist. Gleichzeitig hört man oft auch den liebevollen Ausdruck Dilliwala, wie sich viele Einheimische selbst nennen. Dieser Name stammt von dem berühmten Satz:
„Dillwalo ki Dilli“ –
„Delhi, die Stadt der großherzigen Menschen.“
Und genau das macht Delhi so besonders. Trotz ihres hektischen Tempos und ihrer überwältigenden Größe besitzt die Stadt eine erstaunliche Wärme. Zwischen chaotischem Verkehr, Gewürzdüften, Straßenständen und monumentalen Bauwerken begegnet man immer wieder offenen, neugierigen und herzlichen Menschen, die Delhi seine Seele verleihen.
Delhi ist keine Stadt, die man einfach nur besucht. Delhi ist eine Stadt, die man erlebt – Schicht für Schicht, Geschichte für Geschichte und Geschmack für Geschmack.

Das India Gate in der Dämmerung – Sanft im Abendlicht leuchtend steht das India Gate als Denkmal für die 82.000 Soldaten der Britisch-Indischen Armee, die zwischen 1914 und 1921 gefallen sind. © Don Mammoser
Die vielen Gesichter Delhis
Wer zum ersten Mal nach Delhi kommt, glaubt oft, die Einwohner der Stadt gehörten alle derselben kulturellen Welt an. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell: Delhi besteht aus unzähligen Persönlichkeiten, Lebensstilen und Identitäten – genau darin liegt der unverwechselbare Charme dieser Metropole.
Die indische Literatur beschreibt Delhiiten oft auf humorvolle und zugleich treffende Weise. Da gibt es die elegante Elite von Lutyens‘ Delhi – kultivierte Persönlichkeiten mit einer Vorliebe für exklusive Clubs, Golfplätze und traditionsreiche Gymkhanas. Ihre Welt wirkt beinahe wie ein Relikt aus kolonialen Zeiten.
Dann gibt es den sogenannten „Sarkari“-Delhiiten – den typischen Beamten oder Angestellten der Mittelschicht, häufig ursprünglich vom Land stammend. Statt sich dem Großstadtleben anzupassen, formt er die Stadt nach seinen eigenen Vorstellungen. Diese Figur taucht immer wieder in indischen Satiren und Bollywood-Filmen auf – manchmal chaotisch, manchmal liebenswert, aber stets typisch Delhi.
Und natürlich begegnet man überall den modernen „New-Age-Delhiiten“: stylisch, ehrgeizig und voller Energie. Perfekt gepflegte Bärte, intensive Fitnessroutinen, trendige Cafés und eine starke Präsenz in sozialen Medien gehören längst zum Stadtbild der jüngeren Generation.
Doch genau diese Vielfalt macht Delhi so faszinierend. Hier existieren Tradition und Moderne, Luxus und Alltag, Geschichte und Zukunft gleichzeitig nebeneinander.
Das politische Herz Indiens
Delhi ist nicht nur kulturell bedeutend, sondern auch das politische Zentrum des Landes. Als Hauptstadt von India bündelt sie die demokratische Kraft der größten Demokratie der Welt. Mehr als 160 Botschaften aus aller Welt befinden sich hier und verleihen der Stadt ein internationales Flair.
Mit rund 24 Millionen Einwohnern gehört Delhi zudem zu den bevölkerungsreichsten Metropolen der Erde. Die schiere Größe der Stadt bringt natürlich Herausforderungen mit sich – Verkehr, Hektik und ein scheinbar endloser Strom von Menschen gehören zum Alltag. Und doch besitzt Delhi eine Energie, die Besucher sofort in ihren Bann zieht.
Oft wird die Stadt deshalb als ein wahres „Mekka der Lebendigkeit“ beschrieben.
Die Metropole erstreckt sich über beeindruckende 1483 Quadratkilometer und wächst stetig weiter. Rund um Delhi entstanden moderne Satellitenstädte wie Gurugram, Faridabad, Noida und Greater Noida. Verbunden werden sie durch eines der modernsten U-Bahn-Netze Asiens.
Gemeinsam bilden diese Städte die sogenannte National Capital Region (NCR) – ein gigantischer urbaner Raum, der geschaffen wurde, um Delhis rasantes Wachstum und seine wirtschaftliche Entwicklung aufzufangen.
Delhi ist deshalb weit mehr als nur eine Hauptstadt. Es ist ein pulsierendes Universum voller Gegensätze, Geschichten und Menschen – chaotisch, faszinierend und absolut einzigartig.

Echos der Geschichte – Der prächtige Eingang der Purana Qila, einer der ältesten Festungen Delhis, die inmitten der heutigen öffentlichen Plätze steht. © Bild

Heilige Stille – Rückansicht der eleganten Qila Kuhna Masjid, einer Moschee aus dem 16. Jahrhundert innerhalb der Purana Qila. © Anil D
Delhi – Die Stadt, die immer wieder auferstand
Delhi war nicht immer die Hauptstadt Indiens – und doch scheint die Geschichte der Stadt untrennbar mit Macht, Königreichen und Imperien verbunden zu sein.
Der Legende nach entstand Delhi aus der sagenumwobenen Stadt Indraprastha, die im berühmten indischen Epos Mahabharata erwähnt wird. Dort soll die prachtvolle Hauptstadt der Pandavas gestanden haben. Auch wenn archäologische Untersuchungen später zeigten, dass die tatsächlichen Siedlungen mehrere Jahrhunderte jünger sind als im Epos beschrieben, lebt die Legende bis heute weiter und verleiht Delhi eine fast mythische Aura.
Archäologen und Historiker entdeckten, dass Delhi im Laufe der Jahrtausende gleich mehrfach als Hauptstadt mächtiger Reiche diente. Kaum eine andere Stadt der Welt wurde so oft zerstört, neu aufgebaut und neu erfunden. Über 60.000 historische Monumente sollen sich heute in und um Delhi befinden – stille Zeugen vergangener Dynastien und Herrscher.
Die Geschichte Delhis ist deshalb eigentlich die Geschichte vieler Städte in einer einzigen Metropole.
Im Stadtteil Mehrauli erhebt sich das berühmte Qutb Minar, UNESCO-Weltkulturerbe und Symbol der frühen Sultanate Delhis. Rund um das gewaltige Minarett finden sich Überreste mehrerer ehemaliger Hauptstädte der Region.
Die fünfte große Stadt Delhis war Firozabad mit der imposanten Festung Feroz Shah Kotla. Später ließ der mächtige Herrscher Sher Shah Suri die monumentale Festung Purana Qila rekonstruieren und erweitern.
Besonders prägend für Delhi war jedoch der Mogulkaiser Shah Jahan. Zwar kennt ihn die Welt vor allem als Erbauer des berühmten Taj Mahal, doch seine vielleicht bedeutendste politische Entscheidung war die Verlegung seiner Hauptstadt nach Delhi. Hier gründete er die prächtige Mogulstadt Shahjahanabad, das heutige Alt-Delhi.
Von diesem Moment an wurde Delhi zum Herzen des Mogulreiches – voller Paläste, Basare und monumentaler Architektur. Erst 1857 endete diese Ära dramatisch, als die Briten nach dem großen indischen Aufstand den letzten Mogulkaiser Bahadur Shah Zafar entmachteten.
Doch auch die britische Kolonialmacht erkannte die Bedeutung Delhis. Im Jahr 1911 verlegten die Briten ihre Hauptstadt von Kolkata nach Delhi und erschufen das monumentale Lutyens‘ Delhi – ein prachtvolles Regierungsviertel mit dem Präsidentenpalast, dem Parlament und dem berühmten Connaught Place.
So erzählt Delhi bis heute die Geschichte vieler Imperien gleichzeitig. Jede Dynastie hinterließ ihre eigenen Mauern, Paläste und Monumente – und genau diese faszinierenden Schichten der Vergangenheit machen Delhi zu einer der geschichtsträchtigsten Städte der Welt.

Thron der Kaiser – Der mittelalterliche Machtthron der Moguln im Diwan-i-Aam des Roten Forts, hinter Glas ausgestellt. © Roop_Dey
Das Erbe Delhis
Delhi ist nicht einfach nur eine Stadt – sie ist ein lebendiges Geschichtsbuch aus Stein. Über Jahrhunderte hinweg erlebte Delhi den Aufstieg glanzvoller Dynastien, den Höhepunkt mächtiger Imperien und den dramatischen Untergang ganzer Königreiche. Jede Epoche hinterließ ihre eigenen Spuren und formte so den einzigartigen Charakter der Stadt.
Kaum ein anderer Ort in Indien vereint so viele architektonische Stile auf engem Raum. Von den monumentalen Bauwerken der Sultanate über die prachtvolle Eleganz der Mogulzeit bis hin zur kolonialen Architektur der Briten – Delhi ist eine faszinierende Mischung verschiedenster Epochen und Kulturen.
Bemerkenswert ist dabei, wie gut viele dieser historischen Bauwerke erhalten geblieben sind. Anders als in vielen anderen eroberten Städten wurden ältere Monumente häufig nicht zerstört. Stattdessen errichteten neue Herrscher ihre eigenen Paläste, Festungen und Mausoleen einfach daneben und ließen die früheren Bauwerke bestehen. Genau dadurch entstand das außergewöhnliche architektonische Mosaik, das Delhi heute so unverwechselbar macht.
Sowohl Alt- als auch Neu-Delhi bieten eine beeindruckende Fülle an Sehenswürdigkeiten, die nahezu jeden Entdecker begeistern. Historische Monumente erzählen von einer bewegten Vergangenheit, während prachtvolle Tempel mit kunstvoll geschnitzten Wänden und moderner Architektur die spirituelle Seite der Stadt widerspiegeln.
Zwischen den lebhaften Straßen finden sich majestätische Festungen, imposante Stadttore, stille Mausoleen, kunstvolle Kenotaphe und jahrhundertealte Tempel. Jedes Bauwerk erzählt seine eigene Geschichte – von Macht, Glauben, Liebe oder Verlust.
Das majestätische Red Fort erinnert an die Glanzzeit der Mogulkaiser, während das berühmte Humayun’s Tomb als architektonischer Vorläufer des Taj Mahal gilt. Das gewaltige Qutb Minar wiederum erzählt von den frühen Sultanaten Delhis und zählt bis heute zu den eindrucksvollsten Wahrzeichen der Stadt.
Doch Delhis Erbe besteht nicht nur aus monumentaler Architektur. Es lebt auch in den engen Gassen von Alt-Delhi, in den Gewürzdüften der Basare, in den Gebetsrufen der Moscheen und in den jahrhundertealten Traditionen seiner Bewohner weiter.
Genau diese Mischung aus Geschichte, Kultur und lebendiger Gegenwart macht Delhi zu einem der faszinierendsten Reiseziele Indiens – einer Stadt, die ihre Vergangenheit nicht versteckt, sondern sie an jeder Straßenecke stolz präsentiert.

Eine mit Edelsteinen verzierte Decke – Die reich verzierte Kuppel im Inneren des Sheesh-Gumbad-Mausoleums in den Lodi-Gärten. © William Perry
Zwischen Mogulpracht und vergessenen Ruinen – Delhis faszinierende Kontraste
Die berühmte ummauerte Stadt des Mogulkaisers Shah Jahan gehört bis heute zu den größten Attraktionen Delhis – sowohl für Besucher als auch für Einheimische. Ihre prachtvollen Bauwerke spiegeln jene elegante Architektur wider, die auch das weltberühmte Taj Mahal in Agra so einzigartig macht.
Besonders beeindruckend ist das majestätische Red Fort, das im Jahr 1639 als prunkvolle Residenz der Mogulkaiser erbaut wurde. Mit seinen gewaltigen roten Sandsteinmauern erinnert es bis heute an die Macht und den Luxus des einstigen Mogulreiches.
Doch Delhi ist weit mehr als nur Mogularchitektur. Die Stadt überrascht mit einer faszinierenden Mischung aus monumentalen Tempeln, grünen Oasen und kulturellen Schätzen.
Der riesige Swaminarayan Akshardham-Komplex erstreckt sich über mehr als 100 Hektar und beherbergt einen beeindruckenden 42 Meter hohen Mandir – ein Meisterwerk hinduistischer Tempelarchitektur. Ebenso eindrucksvoll sind die weitläufigen Lodhi Gardens im Herzen der Stadt, wo historische Grabmäler, Jogger, Picknickdecken und jahrhundertealte Bäume eine fast märchenhafte Atmosphäre schaffen.
Wer tiefer in die Kultur und Geschichte Delhis eintauchen möchte, findet in den Museen der Stadt wahre Schatzkammern. Besonders bekannt sind das National Museum New Delhi, das National Crafts Museum & Hastkala Academy, das National Rail Museum, Gandhi Smriti sowie die National Gallery of Modern Art. Sie erzählen die Geschichte Indiens auf faszinierende Weise – von antiken Dynastien bis zur modernen Kunst.
Das geheimnisvolle Tughlaqabad-Fort
Zu den geheimnisvollsten Orten Delhis zählt das imposante Tughlaqabad Fort.
Die gewaltige Festung wurde im 14. Jahrhundert von Ghiyas ud din Tughlaq errichtet, dem Gründer der Tughlaq-Dynastie. Der Legende nach befahl der Herrscher, dass alle arbeitsfähigen Männer beim Bau seiner monumentalen Festung helfen sollten. Dadurch wurden sogar die Arbeiter vom Stufenbrunnen des berühmten Sufi-Heiligen Nizamuddin Auliya abgezogen.
Der Heilige soll darüber so erzürnt gewesen sein, dass er die Festung verfluchte und die berühmten Worte sprach:
„Ya rahe ujjjar, ya basy Gujjar.“
„Möge sie verlassen bleiben oder nur von Hirten bewohnt werden.“
Und tatsächlich scheint sich der Fluch erfüllt zu haben.
Schon bald verlegte der Sultanensohn Muhammad bin Tughlaq die Hauptstadt nach Daulatabad – ein gewaltiges, aber letztlich gescheitertes Vorhaben. Die riesige Festung blieb weitgehend unbewohnt und verfiel langsam über die Jahrhunderte.
Heute erstreckt sich das Tughlaqabad-Fort über ein beeindruckendes Areal voller stiller Mauern, verlassener Bastionen und weiter Freiflächen. Anders als viele andere Sehenswürdigkeiten Delhis wirkt dieser Ort beinahe geheimnisvoll ruhig.
Hier gibt es kaum Straßenhändler, keine Menschenmassen und selten aufdringliche Fotografen. Stattdessen begegnet man Joggern entlang der alten Mauern, verliebten Paaren auf den Wiesen und einer fast meditativen Atmosphäre mitten in der Millionenmetropole.
Gerade diese stille Melancholie macht das Tughlaqabad-Fort zu einem der faszinierendsten Orte Delhis – ein vergessenes Königreich aus Stein, das noch heute von Flüchen, Macht und vergangenen Träumen erzählt.
Wie kommt man zum Tughlaqabad-Fort?
Ein Besuch des beeindruckenden Tughlaqabad Fort fühlt sich fast wie eine kleine Expedition in ein vergessenes Kapitel der Geschichte Delhis an. Genau das macht den Ort so besonders – aber auch etwas abgelegener als viele andere Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Zwar gibt es eine Metrostation in der Nähe, doch der Fußweg von der Station bis zur Festung ist recht lang. Zudem ist es in dieser Gegend oft schwierig, spontan ein geeignetes Transportmittel zu finden.
Am angenehmsten und unkompliziertesten ist es daher, für den Tag ein eigenes Taxi oder einen privaten Fahrer zu buchen. So können Sie die Festung entspannt erkunden und Ihren Besuch problemlos mit weiteren Sehenswürdigkeiten im Süden Delhis verbinden.
Gerade weil das Tughlaqabad-Fort etwas abseits der typischen Touristenwege liegt, bewahrt es seinen geheimnisvollen und ruhigen Charakter – und genau darin liegt sein besonderer Reiz.

Chausath Khamba – Ein beeindruckendes Marmor-Mausoleum mit 64 Säulen, erbaut von Mirza Aziz Koka. © Sukhmani Sangha
Nizamuddin – Das spirituelle Herz Delhis
Während Chandni Chowk die lebendige Seele des alten Delhis verkörpert, gilt Nizamuddin als das spirituelle Zentrum der Stadt – ein Ort voller Geschichte, Musik und Mystik.
Im Mittelpunkt steht die berühmte Dargah Hazrat Nizamuddin Auliya, der Schrein des verehrten Sufi-Heiligen Nizamuddin Auliya. Seit Jahrhunderten pilgern Menschen aus ganz Indien hierher, um zu beten, Segen zu erbitten oder einfach die besondere Atmosphäre dieses heiligen Ortes zu erleben.
Schon die engen Gassen rund um die Dargah sind ein Erlebnis für sich: Duftende Blumenstände, Weihrauch, Gebetsgesänge und das geschäftige Treiben der Pilger schaffen eine einzigartige Stimmung, die man in Delhi kaum ein zweites Mal findet.
Besonders magisch wird Nizamuddin am Donnerstagabend nach den Maghrib-Gebeten. Dann erfüllen traditionelle Qawwali-Gesänge – spirituelle Sufi-Musik – den gesamten Komplex. Die kraftvollen Stimmen, begleitet von Harmonium und Trommeln, schaffen eine beinahe tranceartige Atmosphäre, die Besucher tief berührt, unabhängig von Religion oder Herkunft.
Da die Dargah täglich hunderte Besucher anzieht, kann es hier vor allem an religiösen Feiertagen und Donnerstagen sehr voll werden. Wer große Menschenmengen meiden möchte, sollte seinen Besuch entsprechend planen.
Doch Nizamuddin ist weit mehr als nur ein spirituelles Zentrum. Die Gegend zählt zu den geschichtsträchtigsten Vierteln Delhis und beherbergt einige der schönsten Monumente der Stadt.
Nur wenige Minuten entfernt liegt das prachtvolle Humayun’s Tomb, das Grabmal des zweiten Mogulkaisers und architektonischer Vorläufer des Taj Mahal.
Direkt daneben befindet sich die wunderschön restaurierte Sunder Nursery – eine grüne Oase voller historischer Gärten, Wasseranlagen und Mughal-Architektur.
Literaturfreunde zieht es zum Grab des berühmten Dichters Mirza Ghalib, dessen Werke bis heute die Urdu-Poesie prägen.
Ebenso beeindruckend sind das elegante Chausath Khamba mit seinen 64 marmorgefertigten Säulen sowie der markante achteckige Sabz Burj an der Mathura Road.
Nizamuddin ist deshalb weit mehr als nur ein Stadtviertel – es ist ein Ort, an dem Spiritualität, Musik, Geschichte und Poesie auf einzigartige Weise miteinander verschmelzen.
Wie kommt man nach Nizamuddin?
Das historische Viertel Nizamuddin ist gut erreichbar und lässt sich bequem mit verschiedenen Verkehrsmitteln besuchen.
Die nächstgelegene Metrostation ist Delhi Metro – Station Jangpura. Von dort aus gelangen Sie schnell mit einem Tuk-Tuk oder lokalen Bus in das Herz des Viertels.
Besonders praktisch sind in Delhi auch Fahrdienste wie Uber oder Ola, die nahezu überall verfügbar sind und eine komfortable Möglichkeit bieten, direkt bis zur Dargah oder den umliegenden Sehenswürdigkeiten zu gelangen.
Da die Gassen rund um die berühmte Dargah Hazrat Nizamuddin Auliya oft sehr belebt sind, empfiehlt es sich, das letzte Stück zu Fuß zu erkunden – so können Sie die besondere Atmosphäre des Viertels mit all seinen Düften, Geräuschen und kleinen Straßenständen am besten erleben.

Humayuns Grabmal – Das majestätische Mausoleum des Mogulkaisers, ein UNESCO-Weltkulturerbe, das von seiner ersten Frau in Auftrag gegeben wurde. © Anton_Ivanov

Hauz Khas – ein beliebter Treffpunkt – Mittelalterliche Ruinen, die nach wie vor ein beliebter Treffpunkt für Delhis Jugend sind. © ShyamSingh
Hauz Khas Village – Wo Geschichte auf modernes Delhi trifft
Mitten im trendigen Süden von Delhi liegt einer der faszinierendsten Orte der Stadt: Hauz Khas Village. Kaum irgendwo sonst verschmelzen jahrhundertealte Geschichte und modernes Großstadtleben so harmonisch miteinander.
Der historische Komplex stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde ursprünglich als sorgfältig geplantes Stadtentwicklungsprojekt der Sultanatszeit angelegt. Seinen Namen verdankt Hauz Khas dem großen Wasserreservoir, das damals zur Sammlung von Regenwasser diente und eine lebenswichtige Rolle für die Versorgung der Stadt spielte.
Heute wirkt der Ort wie eine einzigartige Mischung aus mittelalterlicher Ruinenlandschaft und urbanem Lifestyle-Hotspot.
Zwischen den historischen Bauwerken finden sich stille Wege, alte Grabmäler und eine wunderschöne Moschee aus der Zeit der Khalji dynasty. Rund um den historischen Komplex erstreckt sich ein weitläufiger Park, der besonders bei Sonnenuntergang eine entspannte und fast romantische Atmosphäre schafft.
Doch Hauz Khas ist längst nicht nur ein historischer Ort. Das sogenannte „Village“, wie es von Einheimischen meist genannt wird, entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Treffpunkte der jungen Delhiiten.
In den verwinkelten Gassen reihen sich heute stilvolle Boutiquen, kreative Cafés, Rooftop-Bars und moderne Restaurants aneinander. Nach einem langen Sightseeing-Tag gibt es kaum etwas Schöneres, als hier den Abend mit einem erfrischenden Getränk und gutem Essen ausklingen zu lassen.
Besonders abends erwacht Hauz Khas Village zum Leben: Musik klingt aus den Bars, junge Menschen sitzen am alten Wasserspeicher, und zwischen den jahrhundertealten Ruinen entsteht eine Atmosphäre, die gleichzeitig historisch und modern wirkt.
Gerade diese außergewöhnliche Mischung macht den Reiz von Hauz Khas aus. Hier begegnen sich das alte Sultanats-Delhi und das kreative, kosmopolitische Delhi von heute – ein Ort voller Kontraste, Energie und Charme.
Wie kommt man nach Hauz Khas Village?
Hauz Khas Village ist bequem erreichbar und lässt sich ideal mit der Delhi Metro besuchen.
Die nächstgelegenen Metrostationen sind Green Park und Hauz Khas. Von dort aus sind es nur wenige Kilometer bis zum Village. Am einfachsten und authentischsten gelangen Sie mit einer typischen Auto-Rikscha weiter – ein kleines Abenteuer, das in Delhi fast schon zum Reiseerlebnis dazugehört.
Alternativ stehen natürlich auch Fahrdienste wie Uber oder Ola zur Verfügung.
Am schönsten ist ein Besuch am späten Nachmittag oder frühen Abend. Dann können Sie zunächst entspannt durch die historischen Ruinen und den Park spazieren, bevor das Viertel mit seinen Cafés, Bars und Restaurants langsam zum Leben erwacht.

Morgendliche Spaziergänge – Besucher schlendern über die alten Pfade des Mehrauli Archaeological Park, wo sich tausend Jahre Geschichte auf einer Fläche von 200 Acres entfalten. © Dan Tiego
Mehrauli Archäologischer Park – Eine Reise durch 1000 Jahre Geschichte
Der Mehrauli Archaeological Park gehört zu den faszinierendsten historischen Orten Delhis – und dennoch wird er von vielen Besuchern überraschend oft übersehen.
Auf einer Fläche von rund 200 Hektar erstreckt sich hier ein riesiges Freilichtmuseum voller Geschichte, Geheimnisse und architektonischer Schätze. Fast einhundert historische Monumente liegen zwischen alten Bäumen, verwilderten Ruinen und stillen Wegen verborgen. Besonders beeindruckend ist dabei, dass dieses Gebiet seit über tausend Jahren ununterbrochen genutzt wird.
Kaum irgendwo sonst lässt sich die architektonische Vielfalt Delhis so eindrucksvoll erleben.
Die angenehm kühlen Wintermonate eignen sich perfekt für einen Spaziergang durch den weitläufigen Park. Zwischen Vogelgezwitscher und alten Steinmauern fühlt sich der Besuch beinahe wie eine kleine Zeitreise an.
Besonders spannend sind die Überreste von Lal Kot – der ältesten noch erhaltenen Festung Delhis. Sie wurde bereits im Jahr 1060 von den Rajputen erbaut und markiert den Beginn der langen Geschichte Delhis als Machtzentrum Nordindiens.
Beim Erkunden des Parks stößt man außerdem auf Relikte verschiedener Dynastien: Bauwerke der Khalji dynasty, Überreste aus der Zeit der Tughlaqs und Lodis sowie Monumente aus der britischen Kolonialzeit. Jede Ruine erzählt ihre eigene Geschichte von Herrschern, Eroberungen und vergangenen Jahrhunderten.
Gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz des Parks aus: Hier liegen verschiedenste Epochen buchstäblich nebeneinander.
Und als krönender Abschluss wartet direkt nebenan eines der berühmtesten Wahrzeichen Indiens: das majestätische Qutb Minar. Das UNESCO-Weltkulturerbe erhebt sich eindrucksvoll über die historischen Ruinen und bildet den perfekten Abschluss eines Tages voller Geschichte und Entdeckungen.
Der Mehrauli Archäologische Park ist deshalb weit mehr als nur ein Park – er ist ein verborgenes Geschichtsbuch unter freiem Himmel.
Wie kommt man zum Mehrauli Archäologischen Park?
Der Mehrauli Archaeological Park ist bequem mit der Delhi Metro erreichbar und eignet sich perfekt für einen entspannten Tagesausflug voller Geschichte und Entdeckungen.
Fahren Sie am besten bis zur Metrostation Qutab Minar. Von dort aus können Sie bequem mit einem Tuk-Tuk oder einer traditionellen Fahrradrikscha weiterfahren. Schon die kurze Fahrt durch die Straßen des historischen Viertels vermittelt einen ersten Eindruck vom besonderen Charakter dieser Gegend.
Sobald Sie den Park betreten, empfiehlt es sich jedoch, alles zu Fuß zu erkunden. Genau darin liegt der besondere Zauber des Mehrauli Archäologischen Parks: Versteckte Ruinen, stille Wege, alte Grabmäler und jahrhundertealte Mauern offenbaren sich oft erst beim langsamen Spaziergang durch das weitläufige Gelände.
Nehmen Sie sich Zeit, zwischen den Monumenten zu verweilen, die Atmosphäre aufzusaugen und die überraschende Ruhe dieses historischen Ortes mitten in Delhi zu genießen.
Mehr Informationen
Mitten im historischen Komplex rund um das berühmte Qutb Minar befindet sich ein Bauwerk, das bis heute von einem unerfüllten Traum erzählt: das unvollendete Alai Minar.
Der mächtige Sultan Alauddin Khalji plante einst nichts Geringeres als das größte Minarett der Welt. Das Alai Minar sollte doppelt so hoch werden wie das bereits beeindruckende Qutb Minar und Teil eines monumentalen Bauprojekts sein, das die Macht und den Ruhm seiner Herrschaft symbolisieren sollte.
Doch dieser gigantische Traum blieb unvollendet.
Im Jahr 1316 starb Alauddin Khilji plötzlich – und mit ihm endeten auch die ehrgeizigen Bauarbeiten. Zurück blieb lediglich der massive, unvollständige Sockel des Minaretts, der noch heute wie ein stilles Denkmal für Größenwahn, Macht und vergängliche Ambitionen wirkt.
Gerade diese Unvollständigkeit macht das Alai Minar so faszinierend. Zwischen den prachtvollen Monumenten Delhis erinnert es daran, dass selbst die größten Visionen manchmal unvollendet bleiben.

Ein Mughlai-Festmahl – Die Gäste strömen in Scharen in das legendäre Karim’s Restaurant in der Nähe der Jama Masjid. © Supamon R
Essen in Delhi genießen
Delhi ist nicht nur ein Paradies für Geschichts- und Kulturliebhaber – die Stadt ist auch ein wahres Fest für die Sinne. Kaum irgendwo in Indien spiegelt sich die Vielfalt des Landes so deutlich in der Küche wider wie hier.
Dank ihrer kosmopolitischen Atmosphäre bietet Delhi eine unglaubliche kulinarische Bandbreite: von einfachen Straßenständen bis hin zu luxuriösen Gourmetrestaurants, von traditionellen Familienrezepten bis zu modernen internationalen Kreationen. Die Hauptstadt vereint Geschmäcker aus ganz Indien und der ganzen Welt – allerdings immer mit einer ganz eigenen „Dilli-Art“.
Besonders stark geprägt wurde Delhis Küche durch ihr islamisches und mogulisches Erbe. Deshalb gehört ein Spaziergang rund um die imposante Jama Masjid in Alt-Delhi zu den absoluten Pflichtprogrammen für Feinschmecker.
In den engen Gassen steigen verführerische Düfte von gegrilltem Fleisch, frisch gebackenem Brot und aromatischen Gewürzen auf. Hier befindet sich auch das legendäre Karim’s – eines der berühmtesten Restaurants der Stadt. Seit Generationen pilgern Besucher aus aller Welt hierher, um die traditionelle Mughlai-Küche zu genießen. Besonders bekannt ist Karim’s für seine reichhaltigen Currys, zarten Kebabs und authentischen Gerichte aus der Zeit der Mogulkaiser.
Doch Delhis kulinarische Seele findet man nicht nur in renommierten Restaurants – sie lebt vor allem auf den Straßen der Stadt.
Seit Jahrhunderten strömen unzählige Aromen, Gewürze und Kochtraditionen nach Delhi und verschmelzen hier zu einer einzigartigen Street-Food-Kultur. Knusprige Chaats, würzige Parathas, dampfende Momos, süße Jalebis oder cremige Butter Chicken Rolls – an nahezu jeder Ecke wartet eine neue Geschmacksexplosion.
Nicht ohne Grund wird Delhi deshalb oft als die Street-Food-Hauptstadt Indiens bezeichnet.
Essen in Delhi bedeutet weit mehr als nur satt zu werden. Es ist ein Erlebnis voller Geschichte, Tradition und Lebensfreude – laut, bunt, würzig und absolut unvergesslich.

Aromen aus Old Delhi – Ein Koch schöpft in Chandni Chowk dampfendes Lammcurry auf. © Noracarol
Delhis Küche – Zwischen Street Food und kulinarischer Legende
Das Faszinierende an Delhi ist die mühelose Verbindung von einfacher Straßenküche und echter Gourmettradition. Hier entstehen kulinarische Meisterwerke oft an den unscheinbarsten Orten – zwischen dampfenden Garküchen, engen Gassen und jahrhundertealten Rezepten.
Ein perfektes Beispiel dafür ist das berühmte Paratha – ein goldbraun gebratenes Fladenbrot, das in Delhi beinahe Kultstatus erreicht hat. Gefüllt wird es mit allem, was das Herz begehrt: Kartoffeln, Paneer (indischer Frischkäse), verschiedenem Gemüse oder sogar Trockenfrüchten.
Besonders bekannt ist die legendäre Paranthe Wali Gali in Alt-Delhi. In dieser schmalen Gasse reiht sich ein traditionelles Paratha-Lokal an das nächste, und der Duft von Butter, Gewürzen und frisch gebratenem Teig liegt ständig in der Luft.
Doch echte Delhiiten wissen: Wenn spät in der Nacht der Hunger kommt, führt der Weg oft zum berühmten Paratha-Stand am Moolchand Flyover – ein echter Klassiker des nächtlichen Street Foods.
Butter Chicken – Delhis berühmtester Zufall
Man sagt, man war erst wirklich in Delhi, wenn man ein authentisches Butter Chicken probiert hat.
Die Geschichte dieses weltberühmten Gerichts begann angeblich durch einen glücklichen Zufall: In den 1950er Jahren soll ein Koch im berühmten Moti Mahal in Daryaganj versehentlich eine Sauce aus Tomaten, Butter und Hühnerbrühe über übrig gebliebenes Tandoori-Hähnchen gegossen haben.
Das Ergebnis war so köstlich, dass daraus eines der bekanntesten Gerichte Indiens entstand.
Heute findet man Butter Chicken zwar in nahezu jedem Restaurant Delhis, doch viele behaupten, das Original schmecke nirgendwo besser als im traditionsreichen Moti Mahal in Alt-Delhi.
Das mogulische Erbe: Kebabs
Die Mogulkaiser hinterließen Indien nicht nur prachtvolle Architektur, Poesie und Musik – sie prägten auch die Küche des Landes nachhaltig. Besonders ihr kulinarisches Erbe lebt bis heute in den berühmten Kebabs weiter.
Zart mariniertes Fleisch, Fisch oder Hühnchen wird über Holzkohle gegrillt, bis sich ein unverwechselbares rauchiges Aroma entfaltet. Der Duft allein reicht oft schon aus, um Besucher magisch anzuziehen.
Die besten klassischen Kebabs findet man traditionell rund um Nizamuddin und die Gegend um die Jama Masjid. Besonders an kühleren Abenden gibt es kaum etwas Besseres als heiße Seekh Kebabs, cremige Kali Dahl (schwarze Linsen) und frisch gebackene Tandoori-Rotis direkt aus dem Lehmofen.
In Delhi wird Essen nicht einfach serviert – es wird zelebriert. Jeder Bissen erzählt eine Geschichte von Kaisern, Händlern, Straßenküchen und jahrhundertealten Traditionen.

Little Tibet – Authentische Momos im Majnu-ka-Tilla, Delhis tibetischer Siedlung. © Alexandra Lande
Delhis Street Food – Würzig, chaotisch und unwiderstehlich
In Delhi dreht sich vieles ums Essen – und manchmal beginnt der Tag sogar mit einem kulinarischen Rettungsprogramm.
Zu viel gefeiert am Vorabend? Dann gibt es kaum ein besseres Gegenmittel als einen Besuch bei Kake Di Hatti im Herzen von Alt-Delhi. Dort wartet ein echtes Soulfood-Klassiker-Duo: würziges Chole Bhature – ein reichhaltiges Kichererbsencurry mit goldbraun frittiertem Sauerteigbrot – begleitet von einem kühlen, cremigen Lassi, wahlweise süß oder salzig.
Schon nach dem ersten Bissen versteht man, warum dieses Gericht für viele Delhiiten mehr Medizin als Mahlzeit ist.
Momos – Von Tibet nach Delhi
Ein weiteres Street-Food-Phänomen Delhis sind die beliebten Momos – gedämpfte, gefüllte Teigtaschen tibetischen Ursprungs.
Ihre Reise durch Delhi ist fast so spannend wie ihr Geschmack: Ursprünglich galten Momos als exotische Spezialität für Feinschmecker. Später eroberten sie die Straßenstände der Stadt, bevor sie schließlich wieder ihren Weg auf die Speisekarten moderner Restaurants fanden.
Heute sind Momos in Delhi überall zu finden – dampfend heiß, würzig gefüllt und oft begleitet von scharfer Chilisauce.
Doch echte Kenner wissen: Qualität macht den Unterschied.
Wer authentische Street-Style-Momos probieren möchte, sollte die Viertel Humayunpur oder Green Park besuchen, besonders das bekannte Nagaland Kitchen.
Die wohl authentischsten Momos der Stadt findet man jedoch in Majnu ka Tilla – auch bekannt als „Little Tibet“.
Dieses faszinierende Viertel entstand, nachdem tibetische Flüchtlinge während der chinesischen Besetzung Tibets ab 1950 hier angesiedelt wurden. Noch heute prägen enge Gassen, kleine Klöster, Straßenstände, Boutique-Hotels und tibetische Cafés die besondere Atmosphäre des Viertels.
Das süße Finale
Natürlich wäre eine kulinarische Reise durch Delhi nicht komplett ohne Dessert.
Im beliebten Viertel Chittaranjan Park – besser bekannt als CR Park – warten herrlich weiche Rasgullas und feine bengalische Sandesh auf Naschkatzen.
Und wer seine Diät wirklich vergessen möchte, sollte sich nach Alt-Delhi wagen.
Dort locken knusprige Desi Ghee Jalebis, goldene Spiralen aus frittiertem Teig, getränkt in süßem Sirup. Ebenso legendär sind die cremigen Kulfi Faloodas bei Giani di Hatti in Chandni Chowk – ein Dessertklassiker, der besonders an heißen Tagen unwiderstehlich ist.
Im Winter wiederum gehört die zarte Daulat ki Chaat zu den außergewöhnlichsten Süßspeisen Delhis. Diese luftige Spezialität aus aufgeschlagener Milch verschwindet beinahe auf der Zunge und gilt als eine echte saisonale Delikatesse.
Delhi schmeckt laut, intensiv und voller Geschichte – eine Stadt, die man nicht nur besichtigt, sondern vor allem genießt.

Winterliche Köstlichkeit – Luftig-lockeres Daulat ki Chaat, eine traditionelle Süßspeise aus Alt-Delhi. © 27_Pixel
Paharganj – Eine Welt für sich
Wer das wahre, ungefilterte Backpacker-Delhi erleben möchte, landet früher oder später in Paharganj – einem Viertel, das chaotisch, laut, leicht heruntergekommen und gleichzeitig unglaublich faszinierend ist.
Rund um den Bahnhof von Neu-Delhi hat sich hier über Jahrzehnte eine ganz eigene Welt entwickelt. Reisende aus allen Teilen der Erde treffen auf schmale Gassen voller Hotels, Straßenstände, Reisebüros, Bars, Cafés und endlosem Trubel. Paharganj wirkt oft wie ein Ort außerhalb der Zeit – ein wenig nostalgisch, ein wenig verrückt und absolut einzigartig.
Die Atmosphäre des Viertels wurde treffend im Buch The Heat and Dust Project von Devapriya Roy und Saurav Jha beschrieben. Hier scheint das Leben seinen ganz eigenen Rhythmus zu haben.
Die Hotels tragen fantasievolle Namen, die Zimmer sind oft klein, dunkel und voller Geschichten vergangener Reisender. Viele Besucher beginnen ihren Tag erst spät am Vormittag, wenn die Hitze langsam zunimmt und die Straßen allmählich erwachen.
Dann zieht es die Backpacker zum gemütlichen Brunch – vielleicht in die berühmte German Bakery oder, wenn das Budget etwas knapper ist, in einfache Klassiker wie das Khosla Café oder das stets zuverlässige Madan Café.
Danach treiben die Menschen scheinbar ziellos durch die Straßen: manche schlendern durch Basare, andere sitzen stundenlang im Internetcafé, wieder andere springen spontan in eine Fahrradrikscha Richtung Chandni Chowk.
Doch sobald die Sonne untergeht, verändert sich Paharganj komplett.
Die engen Straßen beginnen zu leuchten, Musik dringt aus Bars und Cafés, und plötzlich pulsiert das Viertel voller Energie. Reisende aus aller Welt mischen sich untereinander: ältere britische Paare auf ihrer wiederholten Indienreise, junge Israelis nach dem Armeedienst, Studenten aus Korea, digitale Nomaden, Straßenmusiker und clevere Händler aus Karol Bagh.
Zwischen billigen Cocktails, dampfendem Street Food und bunten Schaufenstern entstehen Diskussionen über Politik, Spiritualität, Reisen und das Leben selbst – oft laut, spontan und bis tief in die Nacht hinein.
Paharganj ist sicher nicht das eleganteste Viertel Delhis. Aber genau darin liegt sein Reiz. Es ist roh, ehrlich, lebendig und voller Geschichten – ein Ort, den man entweder sofort liebt oder niemals vergisst.

Kunsthandwerk aus Indien – Ein Tourist bewundert farbenfrohe Souvenirs auf dem Freiluftbasar von Dilli Haat. © Sumit.Kumar.99
Einkaufsbummel in Delhi
Delhi ist ein Paradies für Shoppingliebhaber – laut, bunt, chaotisch und voller Überraschungen. Kaum eine andere Stadt in Indien bietet eine so große Vielfalt an Märkten, Basaren und modernen Einkaufsvierteln.
Egal ob handgefertigte Souvenirs, traditionelle Textilien, Schmuck, Gewürze, Elektronik, Kosmetik oder Designerstücke – in Delhi scheint es nichts zu geben, was man nicht finden könnte. Die Stadt bietet Einkaufsmöglichkeiten für jedes Budget: von einfachen Straßenständen bis hin zu luxuriösen Boutiquen internationaler Marken.
Gerade diese Mischung macht das Einkaufen in Delhi so spannend.
Zu den bekanntesten Shopping-Hotspots gehören Dilli Haat, der lebhafte Janpath Market, der Tibetische Markt, der elegante South Extension Market, der beliebte Sarojini Nagar Market, der traditionelle Lajpat Nagar Market, der stilvolle Khan Market sowie der Monastery Market.
Hier gilt definitiv das Motto: „Shop till you drop.“
Die Kunst des Feilschens
Wer zum ersten Mal in Delhi einkauft, sollte wissen: Shopping ist hier nicht nur ein Einkauf – es ist ein Erlebnis.
Besonders auf den traditionellen Märkten gehört das Feilschen einfach dazu. Anders als in manchen anderen Ländern verläuft das Handeln in Delhi oft spielerischer und entspannter. Mit etwas Geduld, Humor und Verhandlungsgeschick lassen sich häufig erstaunlich gute Preise erzielen.
Nehmen Sie sich Zeit, beobachten Sie die Atmosphäre und genießen Sie das kleine Abenteuer des Verhandelns – denn genau das macht einen Einkaufsbummel in Delhi so authentisch.
Dilli Haat – Indien an einem Ort
Wenn die Zeit knapp ist, Sie aber trotzdem möglichst viele Facetten Indiens entdecken möchten, dann ist Dilli Haat der perfekte Ort.
Dieser wunderschöne Freiluft-Handwerksbasar gehört zu den beliebtesten Einkaufsorten der Stadt und bietet Kunsthandwerk aus nahezu allen Regionen Indiens. Die Händler wechseln regelmäßig, sodass jeder Besuch neue Eindrücke bereithält.
Auf dem über sechs Hektar großen Gelände wirkt vieles wie ein traditionelles indisches Dorf: kleine Marktstände, regionale Spezialitäten, farbenfrohe Stoffe, handgefertigter Schmuck und kunstvolle Dekorationen schaffen eine einzigartige Atmosphäre.
Besonders an angenehmen Wintertagen macht ein Spaziergang durch Dilli Haat großen Spaß. Zwischen den einzelnen Bundesstaaten Indiens zu „reisen“, lokale Speisen zu probieren und dabei authentisches Kunsthandwerk zu entdecken, wird schnell zu einem der schönsten Einkaufserlebnisse in Delhi.
In Delhi bedeutet Shopping weit mehr als nur Einkaufen – es ist ein Eintauchen in Farben, Gerüche, Kulturen und Geschichten aus ganz Indien.

Ein Paradies für Schnäppchenjäger – Modefans strömen in Scharen zum Sarojini Nagar Market, wo Marken auf Schnäppchen treffen. © Satish Srivastava
Zwischen Schnäppchenjagd und stilvollem Shopping
Wenn Feilschen für Sie zum Reiseabenteuer dazugehört, dann sollten Sie unbedingt den berühmten Sarojini Nagar Market besuchen. Mitten im gleichnamigen Stadtviertel gelegen, ist dieser Markt ein wahres Paradies für Schnäppchenjäger.
Zwischen engen Gassen, farbenfrohen Auslagen und lautstarken Händlern findet man hier scheinbar alles: Kleidung, Accessoires, Schuhe, Taschen und erstaunlich überzeugende Designer-Imitate von Marken wie Prada, Armani oder Dolce & Gabbana – oft zu Preisen, die fast unglaublich wirken.
Doch in Sarojini Nagar gilt: Der erste Preis ist selten der letzte Preis.
Wer mit etwas Geduld, Humor und Verhandlungsgeschick feilscht, kann hier echte Schnäppchen machen. Die meisten Geschäfte werden familiengeführt und die Atmosphäre ist lebendig, chaotisch und typisch Delhi. Nach ein oder zwei Stunden zwischen Menschenmengen, hupenden Rikschas und intensiven Preisverhandlungen mögen die Sinne zwar leicht überfordert sein – aber genau das macht den Reiz dieses Marktes aus.
Khan Market – Delhis elegante Seite
Wenn Ihnen der Trubel der Straßenmärkte irgendwann zu viel wird, bietet der stilvolle Khan Market einen vollkommen anderen Kontrast.
Dieser elegante Markt gehört zu den exklusivsten Einkaufsvierteln Indiens und zieht eine wohlhabende, internationale Kundschaft an. Statt hektischer Verhandlungen erwarten Sie hier schicke Boutiquen, gemütliche Cafés, Designerläden und entspannte Atmosphäre.
Ein Spaziergang durch den Khan Market fühlt sich fast wie ein kleiner Rückzug vom Chaos der Großstadt an. Man schlendert gemütlich die Hauptstraße entlang, gönnt sich einen Kaffee, entdeckt stilvolle Geschäfte und genießt das entspannte Flair.
Ein besonderes Highlight ist die traditionsreiche Buchhandlung Bahrisons Booksellers. Sie wurde bereits 1953 gegründet und gilt bis heute als eine der beliebtesten Buchhandlungen Delhis.
Zwischen meterhohen Bücherregalen, kleinen Stapeln auf dem Boden und scheinbar endlosen Titeln entsteht eine fast magische Atmosphäre für Bücherliebhaber. Besonders beeindruckend ist das Wissen der Mitarbeiter – egal welches Buch Sie suchen, erstaunlicherweise scheint es immer auffindbar zu sein.
Der Khan Market ist der perfekte Ort, um nach einem aufregenden Tag in Delhi einen Gang herunterzuschalten, die Atmosphäre zu genießen und sich entspannt auf den Abend einzustimmen.

Klassisches Kino – Plaza Theatre am Connaught Place, Teil des Unterhaltungserbes von Delhi. © Anil D
Chandni Chowk – Das pulsierende Herz von Alt-Delhi
Der wohl berühmteste und traditionsreichste Markt in Delhi ist ohne Zweifel Chandni Chowk. Ein Besuch hier ist weit mehr als nur ein Einkaufsbummel – es ist ein intensives Erlebnis voller Farben, Düfte, Geräusche und Geschichten.
Schon beim Betreten der engen, verwinkelten Gassen fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Rikschas schlängeln sich durch Menschenmengen, Händler rufen ihre Angebote aus, Gewürzdüfte liegen in der Luft und hinter jeder Ecke wartet eine neue Überraschung.
Der riesige Basar ist in verschiedene spezialisierte Bereiche unterteilt:
• In Katra Neel leuchten farbenprächtige Stoffe, Saris und traditionelle Textilien in allen erdenklichen Farben.
• Bhagirath Palace gilt als eines der größten Elektronikmärkte Asiens und bietet eine überwältigende Auswahl technischer Produkte.
• Dariba Kalan wiederum ist berühmt für antiken Silberschmuck, filigrane Handwerkskunst und traditionelle Juweliere.
Dazwischen entdeckt man Gewürzmärkte, ätherische Öle, Trockenfrüchte, traditionelle indische Süßigkeiten und unzählige kleine Geschäfte, die seit Generationen von denselben Familien geführt werden.
Natürlich gehört auch das Street Food fest zu Chandni Chowk. An nahezu jeder Ecke locken kleine Essensstände mit würzigen Chaats, knusprigen Snacks und süßen Spezialitäten. Ein kurzer Zwischenstopp zum Probieren ist hier praktisch Pflichtprogramm.
Delhi bei Nacht
Doch Delhi schläft nicht, wenn die Märkte schließen.
Die Stadt besitzt auch eine lebendige Unterhaltungs- und Ausgehszene. Besonders beliebt sind die modernen Kinosäle und Multiplexe, die oft als wahre „Unterhaltungstempel“ gelten. Zu den bekanntesten gehören die PVR-Kinos in Connaught Place und Saket sowie die traditionsreichen Lichtspielhäuser Priya und CP.
Darüber hinaus besitzt Delhi eine beeindruckende Theater- und Kulturszene. Zahlreiche Veranstaltungsorte bieten literarische Abende, Musikveranstaltungen, Tanzaufführungen und Theaterstücke an und machen die Stadt auch kulturell äußerst lebendig.
Und wenn die Nacht endgültig hereinbricht, zeigt Delhi noch einmal ein ganz anderes Gesicht.
Dann füllen sich Bars, Lounges, Discos und Nachtclubs mit Menschen aus aller Welt. Ob elegante Rooftop-Bar, entspannter Pub oder pulsierender Club – Delhis Nachtleben ist vielseitig, energiegeladen und überraschend international.
Genau deshalb wird Delhi oft als „Stadt des Tages und der Nacht“ bezeichnet – eine Metropole, die rund um die Uhr voller Leben steckt.
Wie kommt man zu den Märkten?
Die bekanntesten Einkaufsviertel Delhis sind dank der modernen Delhi Metro bequem erreichbar.
Sowohl Khan Market, Chandni Chowk, Sarojini Nagar Market als auch Dilli Haat liegen in der Nähe von Metrostationen und lassen sich dadurch einfach und stressfrei besuchen – besonders praktisch angesichts des oft dichten Verkehrs in Delhi.
Ein besonderes Erlebnis erwartet Sie jedoch in den engen Gassen von Chandni Chowk: Dort gehört eine Fahrt mit der traditionellen Fahrradrikscha fast schon zum Pflichtprogramm. Während sich die Rikschafahrer geschickt durch das bunte Chaos aus Menschen, Gewürzständen und kleinen Geschäften bewegen, erleben Sie Alt-Delhi auf authentische, lebendige und überraschend charmante Weise.
Gerade diese Mischung aus moderner Metro und traditionellen Rikschas macht das Fortbewegen in Delhi selbst schon zu einem kleinen Abenteuer.

Die Atmosphäre am Khan Market – Ein stilvoller Blick auf Delhis exklusivstes Einkaufszentrum. © TK Kurikawa
Wissenswertes
Im beliebten Dilli Haat finden regelmäßig kulturelle Festivals, Tanzaufführungen, Musikveranstaltungen und Handwerksmessen aus verschiedensten Regionen Indiens statt. Dadurch verändert sich die Atmosphäre des Marktes ständig und jeder Besuch fühlt sich ein wenig anders an. Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und Aufführungen erhalten Sie direkt am Eingang des Basars.
Perfekter Ausgangspunkt für Rundreisen
Delhi ist nicht nur eine faszinierende Metropole, sondern auch der ideale Ausgangspunkt, um einige der berühmtesten Reiseziele Nordindiens zu entdecken.
Im Südwesten liegt der Bundesstaat Rajasthan mit seiner prachtvollen Hauptstadt Jaipur – auch bekannt als die „Pink City“. Prächtige Paläste, imposante Festungen und pastellfarbene Straßen verleihen Jaipur eine beinahe märchenhafte Atmosphäre.
Nur etwa 200 Kilometer südlich von Delhi befindet sich das weltberühmte Taj Mahal in Agra. Gemeinsam mit Delhi und Jaipur bildet Agra das berühmte Golden Triangle, die wohl bekannteste Reiseroute Indiens. Diese Rundreise dauert meist zwischen vier und sechs Tagen und verbindet einige der spektakulärsten kulturellen Highlights des Landes.
Vom Himalaya bis zum Meer
Auch Naturliebhaber kommen von Delhi aus schnell auf ihre Kosten.
Etwa 300 Kilometer nördlich beginnt bereits die beeindruckende Bergwelt des Himalayas im Bundesstaat Himachal Pradesh. Besonders beliebt ist die Bergstadt Manali, die als Ausgangspunkt für Trekking, Skifahren, Rafting und Abenteuerreisen gilt.
Wer Spiritualität und Ruhe sucht, erreicht nach etwa fünf Stunden Fahrt die heiligen Städte Haridwar und Rishikesh – weltweit bekannt als Yoga- und Meditationszentren am Ufer des Ganges.
Gute Verbindungen in ganz Indien
Dank hervorragender Flug-, Bahn- und Straßenverbindungen lässt sich Delhi problemlos mit nahezu allen Regionen Indiens verbinden.
Inlandsflüge sind oft überraschend günstig und verkehren regelmäßig. Die pulsierende Metropole Mumbai beispielsweise erreichen Sie per Flug in nur etwa zwei Stunden.
Und wer nach Kultur und Großstadttrubel Lust auf Sonne, Natur und Strände bekommt, kann weiter an die Küste reisen – etwa nach Goa, das mit seinen tropischen Stränden, portugiesischem Erbe und entspannter Atmosphäre zu den beliebtesten Urlaubszielen des Landes zählt.
Genau diese Vielfalt macht Delhi so besonders: Von hier aus scheint ganz Indien nur einen kurzen Schritt entfernt zu sein.

Sikh-Stolz – Männer in traditioneller Tracht im Gurudwara Bangla Sahib. © Valentin Tulea
Einige Bilder von unserer Reise nach Delhi

Die beeindruckend beleuchtete Fassade des indischen Parlaments in New Delhi erstrahlt majestätisch in der Nacht und symbolisiert das politische Herz der größten Demokratie der Welt. © jacus

Gläubige Muslime versammeln sich in der spirituellen Atmosphäre der Dargah Hazrat Nizamuddin Auliya zu ihren täglichen Gebeten – ein Ort voller Ruhe, Hingabe und jahrhundertealter Sufi-Traditionen. © SoumenNath

Ein Straßenhändler bereitet in den lebhaften Straßen von Neu-Delhi seine Bücher und Waren für den Verkauf vor, während eine Mutter liebevoll ihr Kind beschäftigt – ein typischer Moment aus dem pulsierenden Alltag der Stadt. © AlpamayoPhoto

Farbenfroh, laut und voller Lebensfreude zieht die Gay-Pride-Parade durch New Delhi und feiert Vielfalt, Freiheit und Gleichberechtigung. © SoumenNath

Der Indira Gandhi International Airport ist das wichtigste internationale Luftfahrtdrehkreuz Indiens. Rund um die Uhr bringen Busse und Fahrzeuge Reisende aus aller Welt in die pulsierende Hauptstadt. © rvimages

Funkelnde, kunstvoll gefertigte Ohrringe spiegeln die Liebe Delhis zu Schmuck, Eleganz und traditioneller Handwerkskunst wider. © rvimages

Reisende überprüfen aufmerksam ihre Ziele am Bahnhof von Delhi – einem wichtigen Knotenpunkt des riesigen indischen Eisenbahnnetzes, das Millionen Menschen täglich verbindet. © naveen0301

Paharganj ist ein chaotischer, farbenfroher und legendärer Backpacker-Hotspot voller kleiner Hotels, Straßenstände, Restaurants und Geschäfte – ein Viertel, das niemals stillsteht. © hadynyah

Der prachtvolle ISKCON Temple Delhi vereint spirituelle Ruhe, beeindruckende Architektur und vedische Traditionen mitten im Herzen der Großstadt. © SoumenNath

Mit Musik, Tanz und bunten Kostümen feiert die Gay-Pride-Parade in New Delhi Offenheit und kulturelle Vielfalt. © SoumenNath

Knuspriger Speck, frisch gebratene Würstchen und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet zeigen die internationale Seite der kulinarischen Szene Delhis. © mtreasure

Straßenverkäufer bereiten an traditionellen Essensständen köstliche Snacks und Spezialitäten zu – der Duft von Gewürzen und frisch gekochtem Essen gehört zum Alltag in New Delhi. © tekinturkdogan

Ein Ladenbesitzer arrangiert sorgfältig religiöse Bilder in einem Geschäft in Alt-Delhi – ein faszinierender Einblick in die spirituelle und kulturelle Vielfalt der Stadt. © BDphoto

Eine traditionelle Rikscha schlängelt sich geschickt durch die belebten Marktstraßen Delhis – eines der typischsten und charmantesten Verkehrsmittel der Stadt. © Instants

Der prachtvolle Gurdwara Bangla Sahib zählt zu den bedeutendsten Sikh-Tempeln Delhis. Besonders beeindruckend ist der heilige „Sarovar“, der ruhige Wasserpool im Herzen des Tempelkomplexes. © HarjeetSinghNarang

Besucher schlendern durch den berühmten Connaught Place – eines der wichtigsten Geschäfts-, Einkaufs- und Finanzzentren der Hauptstadt mit kolonialem Charme und lebendiger Atmosphäre. © VasukiRao

Während des farbenfrohen Janmashtami beten Gläubige vor Darstellungen von Lord Krishna und feiern seine Geburt mit großer Hingabe und Freude. © BDphoto

Die traditionellen Qawwali-Gesänge an der Dargah Hazrat Nizamuddin Auliya zählen zu den bewegendsten kulturellen Erlebnissen Delhis. Musik, Spiritualität und Geschichte verschmelzen hier auf einzigartige Weise. © tatakis

Im geschäftigen Chandni Chowk stöbern Besucher zwischen bunten Stoffen, Hochzeitskleidern und traditionellen Wohnaccessoires – ein Fest für alle Sinne mitten in Alt-Delhi. © Melissa Kopka

Monsunstimmung – Der Yamuna-Fluss bei Hochwasser während der Regenzeit. © Naveen Macro

Brücke der Zukunft – Delhis Signature Bridge, die derzeit über die Yamuna gebaut wird. © Bhaven Jani

B Blick auf den SeeB – Der mittelalterliche Stausee im Hauz-Khas-Komplex. © Amit kg

Heiliger Ort – Gläubige auf dem Vorplatz der Jama Masjid, die Platz für 25.000 Gläubige bietet. © Don Mammoser

Stadt in der Dämmerung – Luftaufnahme von Neu-Delhi, das in der Abenddämmerung leuchtet. © Naresh Sharma

5.000 Jahre Kulturgeschichte – Antike Skulpturen im Nationalmuseum. © Mirko Kuzmanovic

Reisen leicht gemacht – Informationstafeln erleichtern die Orientierung am IGI-Flughafen. © Anirut Thailand

Bäcker bei der Arbeit – Naan, frisch aus dem Tandoor im Freien. © Marek Lipka-Kadaj

Erfrischende Pause – Eisverkäufer entspannen sich an ihren bunten Wagen. © Fotos593

Mit Liebe dienen – Eine Frau verteilt Reis während der Feierlichkeiten zum Guru Nanak Gurpurab in Delhi. © Don Mammoser

Astronomisches Wunder – Eine Familie macht ein Selfie am Misra Yantra des Jantar Mantar. © OSHI

Gewürze & Süße – Trockenfrüchte und Nüsse, hoch aufgetürmt auf den Märkten von Old Delhi. © Paul Prescott

Langar-Küchen – Frauen bereiten in einem Sikh-Tempel das Essen zu, wo täglich Tausende von Menschen verpflegt werden. © Paul Prescott

Sehenswürdigkeit – Europäische Besucher posieren vor dem Jagannath-Tempel in Hauz Khas. © Almazoff

Schritte in die Vergangenheit – Der eindringlich schöne Agrasen-ki-Baoli, ein mittelalterlicher Stufenbrunnen. © Shalender

Tor zum Himmel – Flugzeuge auf dem Indira Gandhi International Airport in Delhi. © Subodh Agnihotri

Unterwegs – Fahrgäste bereiten sich am Bahnhof Neu-Delhi auf das Einsteigen vor. © Casper1774 Studio

Abflug mit Stil – Kunstwerke schmücken die Abflughalle des Flughafens. © Casper1774 Studio

Lotus aus Stein – Der Lotus-Tempel, ein Baháʼí-Haus der Andacht, im Licht der untergehenden Sonne. © Sumit.Kumar.99

Tibetische Schätze – Geschäfte voller Kunstgegenstände auf dem Janpath-Markt. © Kelly R Richardson

Geistige Erhabenheit – Der Akshardham-Tempel, Delhis modernes Wunderwerk der hinduistischen Architektur. © Fotos593

Geschichte in Wachs – Mahatma Gandhis Wachsfigur im Gandhi-Nationalmuseum. © Salvacampillo

Iftar-Festmahl – Seekh-Kebabs und Kamelfleischspieße brutzeln bei einem Ramadan-Food-Festival. © Santhosh Varghese

Straßenküche – Ein Straßenverkäufer bereitet auf einem belebten Basar in Delhi Snacks zu. © Mahesh M J

Leben auf dem Markt – Eine Frau verkauft glänzende Wasserkessel aus Messing. © Singhramana

Täglicher Berufsverkehr – Pendler warten an der U-Bahn-Station Kalkaji Mandir. © Tktktk

Der Charme von Old Delhi – Traditionelle Häuser mit ihren charakteristischen blauen Türen und Fensterläden. © Mvorobiev

Kingdom of Dreams – Indiens erster Live-Unterhaltungskomplex in Gurgaon mit seinem lebhaften Culture Gully. © Arunkumar Nambiar

Gedenken an Gandhi – Ein Besucher legt Blumen am Raj Ghat, Gandhis Gedenkstätte, nieder. © Jasmina

Lichterfest – Diwali-Feierlichkeiten lassen Delhis Straßen erstrahlen. © Jasmina

Oldtimer – Oldtimer bei einer Rallye in Delhi. © Jasmina

Chhatarpur Mandir – Einer der prächtigsten hinduistischen Tempelkomplexe Delhis. © Faurem

Der tägliche Weg zur Arbeit – Ein überfüllter Wagen auf den belebten Straßen Delhis. © Fabrizio Robba

Gewürzhändler – Ein Arbeiter schleppt einen Sack Gewürze auf dem belebten Gewürzmarkt in Alt-Delhi. © Maxironwas

Gourmetküche – Gegrillter Fisch mit Peri-Peri-Sauce im Tonino Restaurant, Connaught Place. © Anuj Girdhar

Eisenbahnnostalgie – Eine historische Lok begeistert die Besucher im Eisenbahnmuseum. © Hiteshsinghstock

Street Canvas – Bunte Wandmalereien in der Lodhi Colony, Delhis Kunstviertel. © Jean Claude Toung Cheong

Der Glanz der Auto Expo – Besucher bewundern eine rote Corvette auf der Auto Expo 2016 in Delhi. © Amlan Mathur

Geschichte im Rückblick – Ein Besucher betrachtet im Gandhi Smriti seltene Fotografien von Nehru mit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. © Vismuk63

Kunst im Transit – Zeitgenössische Kunstwerke am IGI-Flughafen, Neu-Delhi. © Shashank Kumar

Heilige Reliquie – Der Dadabari-Jain-Tempel im Archäologischen Park von Mehrauli. © Prabhas Roy

Friedensdenkmal – Ein eindrucksvolles Denkmal in Neu-Delhi. © Singhsomendra

Kunsthandwerksausstellung – Designer-Jutetaschen auf der Handwerksausstellung von Dilli Haat. © PhotographerIncognito

Kunst aus Abfall – Eine Nachbildung des Taj Mahal, gefertigt aus recyceltem Material in der Nähe der U-Bahn-Station Nizamuddin. © Razz Yadav

Kreativ-Ecken – Das farbenfrohe Interieur eines Kunstgeschäfts im Hauz Khas Village. © Almazoff

Voller Geschmack – Goldbraune Parathas mit unzähligen Füllungen – Delhis alltäglicher Genuss. © AjayTvm
