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Der Qutub Minar-Komplex – Das erste muslimische Monument auf indischem Boden

von indienrundreisen.de
Qutub Minar-Komplex Neu-Delhi

 
Der Qutub Minar-Komplex

DER TRIUMPHTURM
Herrscher von Delhi
Ein historischer Rückblick
Die Mamluken-Sultane
Die Khilji-Herrscher
Die Tughlaq-Sultane
Die Lodis
Qutb Minar
Aspekte des Minar
Die Quwwat-ul-lslam Moschee
VERSCHMELZUNG DER STILE
Die Sandstein-Trennwand
Alai Darwaza
Ein Baumeister mit großartigen Visionen
Das Grabmal des Imam Zamin
GITTERWÄNDE
Alauddin’s Madrasa and Grab
Iltutmishs Grabmal
Alai Minar
Touristeninformation
Checkliste für Besucher


 

DER TRIUMPHTURM

Die meisten Menschen würden die Frage, ob sie ewig leben wollen, bejahen. Das war schon immer so. Besonders aber gilt dies für Könige, die oft ein tiefes Verlangen danach hatten und haben, unsterblich zu sein. Sie wollen, dass ihre Macht nie endet. Deshalb findet man im Laufe der Geschichte viele Bauwerke und Denkmäler, die errichtet wurden, um Herrscher zu verewigen und zu zeigen, wie mächtig sie waren.

Das Qutb Minar ist hier keine Ausnahme.

 
Dieses fünfstöckige Gebäude wurde aus wunderschönem Marmor und Sandstein erbaut. Es ragt in den Himmel als Ausdruck der Hoheitsgewalt. Das prachtvolle Bauwerk wurde in Erinnerung an viele Eroberungen errichtet und auch, um die Gründung des Sultanats von Delhi in Indien zu feiern.

Das Qutb Minar ragt hoch über die Stadt Delhi und ist das Hauptbauwerk des Qutb-Komplexes, einer Stätte des UNESCO Welterbes. Die historischen Baudenkmäler, aus denen diese Anlage besteht, stammen zum Teil noch aus dem späten 12. Jahrhundert und zählen zu den frühesten Beispielen indo-islamischer Architektur der Welt. Die Bauwerke wurden von den Herrschern des Sultanats von Delhi errichtet. Sie wurden über der Stadt Qila Rai Pithora erbaut, die von dem Clan der Chauhan Rajput gegründet worden war. Qila Rai Pithora ist die erste der sieben bedeutenden Städte, aus denen Delhi entstand. Die anderen sechs sind Mehrauli, Firozabad, Tughlaqabad, Siri, Shahjahanabad, und Jahanpanah.

Die Chauhans waren eine indische Dynastie, die Teile dessen, was wir heutzutage Rajasthan nennen, vom 7. bis zum 12. Jahrhundert beherrschten. Sie mussten diese Gebiete allerdings im Jahre 1193 and Muhammad von Ghur abtreten. Muhammads General, Qutbuddin Aibak wurde der erste Sultan von Delhi. Er war es, der den Bau des Qutb Minar begann. (Das Wort „Qutb“ bedeutet übrigens „Achse“ und das Wort „Minar“ bedeutet „Turm“.) Obwohl die Erbauung des Turmes Qutbuddin Aibak zugeschrieben wird, weiß man heute, dass das Verdienst der Erbauung nicht nur einem Herrscher zukommt. Nachdem das erste Stockwerk abgeschlossen war, starb Aibak. Danach wurde der Rest des Bauwerks von den ihm nachfolgenden Herrschern im Laufe der Jahre fertiggestellt.

Das Gebiet um das Minar herum heißt Mehrauli Archaeological Park. Es hat eine reiche Geschichte, und man findet verschiedene hervorragende Baudenkmäler in der ganzen Region.

Touristen besuchen den Qutub-Komplex in Delhi, Indien © Singh Virender


Der Eingang zum Qutub Minar, dem historischen Minarett, das Teil des Qutub-Komplexes ist. Im Jahr 1993 wurde es aufgrund seiner historischen Bedeutung zum Weltkulturerbe erklärt © Azhar_khan


MITTELALTERLICHE BAUDENKMÄLER: Der Qutb-Komplex befindet sich im Süden Delhis, der Hauptstadt Indiens. Das Qutub-Minarett besteht aus fünf Geschossen und wurde aus rotem und grauem Sandstein erbaut. Es erreicht eine beeindruckende Höhe von 72,5m, etwa die Höhe eines 20-stöckigen, modernen Gebäudes © mdsharma


 

Herrscher von Delhi

Die Gründung des Sultanats von Delhi im Jahre 1206 war der Beginn einer neuen Epoche in der Geschichte Indiens. Mehr als 200 Jahre lang waren die Mamluken, einst als die Sklavendynastie bekannt, die Sayyid, Khilji, Lodi, Tughlaq, und die Sultane die erfolgreichen Herrscher von Indien. Ihre Herrschaft veränderte die kulturelle und politische Landschaft Indiens auf bedeutende Weise. Nach dem Ende ihrer Regierungszeit entstand das große Mogulreich. Im frühen 18. Jahrhundert zerfiel jedoch auch dieses. Deshalb war es dann für die europäischen Mächte ein Leichtes, Kontrolle über das Land zu erlangen. Die Briten waren

eine ernst-zunehmende politische Macht, und im Jahr 1857 setzten sie den letzten Mogul-Herrscher ab. Nachfolgend finden Sie einige wichtige Daten aus der Geschichte des Qutb-Komplexes.

1206-1290 Mamluken-Sultane 1206-1210 Qutbuddin Aibak 1211-1236 Shamsuddin Iltutmish 1266-1286 Ghiyasuddin Balban

1290-1321 Khilji Sultane

1296-1316 Alauddin Khilji

1321 -1414 Tughlaq Sultane

1351-1388 Firoz Shah Tughluq

1414 — 1 451 Sayyid Sultane

1451- 1526 Lodi Sultane

1488-1517 Sikander Lodi

1526-1857 die Mogulkaiser

1526-1530 Zahiruddin Babur

1530-1556 Nasiruddin Humayun

1556-1605 Jalaluddin Akbar

1605-1717 die nächsten Großmoguls

1836-1857 Bahadur Shah Zafar
 

Ein historischer Rückblick

Delhis strategische Lage war ein Anziehungspunkt für Herrscher aus Zentralasien, die das Land zu erobern suchten. Muhammad von Ghur (heutzutage Zentralafghanistan) fiel in Nordindien ein und eroberte Delhi. Nach seiner Eroberung setzte er seinen General Qutbuddin Aibak als Herrscher über die Stadt ein. Das Sultanat von Delhi dauerte bis ins frühe 16. Jahrhundert und brachte bedeutende Entwicklungen in der Region. Im Jahr 1526 fiel wiederum ein Zentralasiat ins Land ein. Es war Zahiruddin Babur, der die Macht in Delhi übernahm und den Grundstein für das Mogulreich, das danach noch 200 Jahre lang bestand, im indischen Subkontinent legte.

Das MINARETT von JAM: Die Inspiration für den Bau des Qutb Minar kam von dem 65m (214ft) hohen Minarett im fernen Jam-Tal im westlichen Afghanistan. Der Sultan von Ghur, Ghiyasuddin (ein Bruder des Muhammad von Ghur) errichtete dieses Minarett irgendwann zwischen 1193 und 1194.


Schulkinder in ihren orangefarbenen Uniformen verlassen den Qutb Minar-Komplex nach einem Besuch mit ihrer Lehrkraft © Anton_Ivanov


 

Die Mamluken-Sultane

Die Mamluken-Sultane waren die ersten moslemischen Herrscher in Indien. Sie regierten das Land 84 Jahre lang. Nach dem Tod des Muhammad von Ghur im Jahr 1206 blieb Qutbuddin Aibak, ein ehemaliger Sklave, in Delhi; er wurde dann zum Sultan gekrönt. Man sollte dazusagen, dass Qutbuddin Aibak nicht der einzige Sklave in der Geschichte war, der zum Sultan gemacht wurde. Sein Schwiegersohn, Shamsuddin Iltutmish und Ghiyasuddin Balban waren auch Sklaven bevor sie Sultane wurden. Beide Männer waren Ilbari-Türken, und ihre Grabmale befinden sich im Qutb-Komplex.

Iltutmish, der dritte Herrscher der Mamluken-Dynastie von Delhi, hat das Sultanat von Delhi im Westen nach Sind und im Osten nach Bengal ausgedehnt. Der achte Sultan, Balban, hat sich zum absoluten Herrscher ernannt und regierte mit eiserner Faust. Er hat verschiedene Aufstände im Land niedergeworfen und dadurch ein friedliches Königreich geschaffen. In dem Maße, in dem sich ihr Reich ausdehnte, haben die Sultane auch prächtige Bauwerke um das Qutb Minar herum bauen lassen, um ihrer Macht Ausdruck zu verleihen.
 

Die Khilji-Herrscher

Jalaluddin Khilji war ein Angehöriger eines afghanischen Stamms. Er entriss einem der Nachfolger Balbans die Macht und etablierte die Khilji-Dynastie. Der Khilji-Sultan, der ihm nachfolgte, war sein Neffe, Alauddin Khilji. Seine Ambition war es, die Herrschaft über ganz Indien zu bekommen. Um dieses Ziel zu erreichen, überfiel und eroberte er erfolgreich die wohlhabenden Königreiche südlich von Delhi zwischen 1299 und 1305. Diese Siege erlaubten es ihm, das Sultanat auszuweiten. Er hatte aber nicht nur ehrgeizige politische Ziele, sondern auch eine großartige Vision, wie er die architektonische Landschaft Indiens gestalten wollte. Ein gutes Beispiel dafür ist das kunstvolle Design des Alai Minar, welches er in Konkurrenz zum Qutb Minar bauen lassen wollte. Es wurde jedoch nie vollendet. Weiterhin schuf er das bemerkenswerte Alai Darwaza und die großen Erweiterungsbauten an der Quwwat-Il-Islam Moschee.
 

Die Tughlaq-Sultane

Ghiyasuddin Tughlaq war der erste Sultan der Tughlaq-Dynastie. Er machte Tughlaqabad, die dritte von Delhis sieben Städten, zu seiner Hauptstadt. Obwohl die Tughluq-Dynastie in ihrer Zeit elf Herrscher zählte, zeigten nur die ersten drei Generationen größeres Interesse an Architektur.

Firoz Shah Tughlaq, ein Bauherr mit einem reichen Erfindungsgeist, baute ein viertes und ein fünftes Stockwerk auf das Qutb Minar. Er ließ auch seine eigene Stadt bauen, die er Firozabad nannte, und die im Norden von Delhi am Ufer des Yamuna-Flusses lag. Außerdem verwendete er seine Kreativität dazu, viele Herbergen und Schulen (Madrasas) zu bauen.

Hauz Khas in Delhi ist eine Madrasa und eine L-förmige Moschee, die beide von ihm geschaffen wurden.
 

Die Lodis

Die Sayyids fügten dem Qutb-Komplex sehr wenig Neues hinzu. Aber Sikander Lodi von der Lodi-Dynastie reparierte und renovierte das Minar. Das achteckige Grabmal des Sikander Lodi befindet sich im Lodi-Garten in Delhi.

Einflüsse aus fernen Ländern Viele religiöse, architektonische und andere Aspekte in Nordindien erfuhren Neuerungen, als die jeweiligen wechselnden Herrscher ihre eigenen religiösen und sozialen Ideen, die sie mitgebracht hatten, etablierten. Sie führten auch verschiedene neue architektonische Designs und Techniken ein. Die ansässigen Handwerker spielten aber auch eine Rolle, da sie ihre eigene Kunstfertigkeit und Kreativität einsetzen konnten, während sie an den Bauwerken arbeiteten, die die neuen Herrscher in Auftrag gaben.

So wurden auch die Hindu- und Jain-Tempel überfallen und zerstört. Einige der Materialien von diesen Tempeln wurden dann benützt, um neue Gebäude zu errichten, wie zum Beispiel die Quwwat-ul-Islam Moschee im Qut-Komplex. Mit der Zeit begann man aber, die Baumaterialien für diese Bauwerke auch aus angrenzenden Regionen zu holen.

Den zentralasiatischen Herrschern wird auch die Einführung einer neuen architektonischen Form zugeschrieben, die als „echter“ oder „Rundbogen“ bekannt ist, wie das Bild unten zeigt. Diese Bögen wurden mit einem keilförmigen Steinblock, dem Schlussstein, am Scheitel des Bogens vollendet. Bevor dieses neue Design eingeführt wurde, verwendeten die örtlichen Baumeister Kragbögen oder „falsche“ Bögen.

Zwei Arten von Bögen: Um einen Kragbogen zu bauen, schichteten die Arbeiter die Steine horizontal aufeinander und schufen oben eine Rundung. Diese Strukturen konnten kein zusätzliches Gewicht tragen. Ein Beispiel für solche Bögen ist in der Quwwat-ul-Islam Moschee zu sehen. Der erste „echte” Bogen wurde in Balbans Grabmal verwendet, das sich in einiger Entfernung von der Anlage befindet. Im Bild zu sehen: Die Ruinen der Quwwat-ul-lslam Moschee im Qutub Minar-Komplex © Matyas Rehak


BOGENFÖRMIGER EINGANG: Das Tor, das jetzt verschlossen ist, führt zu einer einzigartigen Wendeltreppe mit 379 Stufen. Aufgrund der hohen Zahl von Selbstmordversuchen installierte der Archaeological Survey of India Netze um das Bauwerk, allerdings wurde am 4. Dezember 1981 das Betreten des Minaretts komplett untersagt. Dies wurde nach einem unglücklichen Vorfall am selben Tag beschlossen, als zwischen 300 und 400 Besucher während eines Stromausfalls im Turm festsaßen. Viele weitere Menschen drängten währenddessen von außen nach innen und es kam zu einer Massenpanik, nachdem jemand in der Verwirrung und dem Chaos geschrien hatte, dass das Minarett einstürzen würde. Auf der engen Innentreppe herrschte Chaos und viele Menschen, darunter auch Kinder, verloren den Halt, fielen hin und wurden zertrampelt. Das Gewicht der Menschen blockierte die Tür von innen und verhinderte, dass die Rettungsaktion in Gang kam. Der Feuerwehr von Delhi gelang es erst nach geraumer Zeit, in den Turm einzudringen und zu diesem Zeitpunkt waren bereits viele Menschen erstickt oder an ihren Verletzungen gestorben. Nach dieser Tragödie erließ die Regierung sofort ein Betretungsverbot für das Monument und so ist es seit 42 Jahren geschlossen. Dennoch bleibt dieser Ort ein historischer Bestandteil der Stadt© halitomer


 

Qutb Minar

Im Jahr 1199 begann Qutbuddin Aibakv mit dem ambitiösen Bau dieses eindrucksvollen Minaretts. Es gelang ihm aber nur, ein Stockwerk zu vollenden, bevor er 1210 starb. Aibaks Schwiegersohn Iltutmish übernahm die Herausforderung und baute drei weitere Etagen. Nachdem im Jahr 1368 die Spitze des Minar von Blitzschlag beschädigt wurde, fügte Firoz Shah Tughlaq noch eine vierte und eine fünfte Etage hinzu.

Der Turm von Minar wurde als Sinnbild für Glauben und Sieg erbaut. Es ist jedoch auch anzunehmen, dass er in Anbetracht seiner Höhe und seiner Bauweise als Wachturm und als Ort, an dem der Muezzin die Gläubigen zum Gebet rief, benützt wurde. Sein eigentlicher Zweck war aber wohl dennoch, als Symbol für die Macht der neuen Herrscher Delhis zu stehen.

KALLIGRAFISCHE BÄNDER UND KANNELIERUNGEN: Die konische Säule des Minars ist mit wunderschönen dekorativen Bändern geschmückt, in die in kunstvoller Steinmetzarbeit geschichtliche Ereignisse und Koranverse in der Naschi-Schrift oder kalligrafischen Kopierschrift eingeschnitzt sind. Die ersten drei Stockwerke sind jeweils unterschiedlich gestaltet. Der erste Stock hat sich abwechselnde, runde und eckige Einkerbungen; der zweite Stock hat nur runde, und der dritte hat nur eckige Kannelierungen oder Einkerbungen © Faper9


Nahaufnahme der Wanddekoration am Qutub Minar. Die Koranverse sind mit hinduistischen Verzierungselementen in Form von Lotusblättern gestaltet © rvimages


 

Aspekte des Minar

Das Qutb Minar ist unglaubliche 72,5m (238 Fuß) hoch. Zweifelsohne muss dies das perfekteste Minarett sein, das in der ganzen Geschichte der Menschheit jemals gebaut worden ist. Es ist auf alle Fälle das höchste in Indien. An der Basis ist es 14,40 m (46 Fuß) breit und wird nach oben schmaler bis es oben nur noch 2,75 m (9 Fuß) misst. Dreimal wurde es durch Blitzschlag beschädigt: 1326, 1368 und 1503. Nach diesen Eingriffen höherer Gewalt, benützten die Baumeister Eisenklammern, um die Steinfugen zu verstärken. Diese dienten gleichzeitig als Blitzableiter. Eine interessante Beobachtung ist, dass der Minar Turm sich um etwa 0,6m (2 Fuß) nach Südwesten neigt; dies wird aber nicht als Bedrohung des Bauwerks betrachtet.

SMITH’S FOLLY: Nachdem die Originalkuppel 1829 in einem Erdbeben beschädigt worden war, ließ Major Robert Smith von den Königlich Britischen Ingenieuren dieses Chhatri (Kiosk) auf der Spitze des Minaretts bauen. Es wurde jedoch später heruntergeholt und bekam den Beinamen “Smith’s Folly” („Smiths Verrücktheit“ oder „Smiths nutzloser Zierbau“). Heutzutage steht es auf der linken Seite des Haupteingangs. © Almazoff


SPÄTERE ERGÄNZUNGEN: Man kann unschwer den ausgeprägten Unterschied des architektonischen Stils der oberen zwei Etagen, die von Firoz Shah Tughlaq hinzugefügt wurden, erkennen. Dieser fällt besonders auf durch seinen großzügigen Gebrauch von Marmor. Die Marmorbänder sind mit kunstvollen Schnitzereien feinster Kalligrafie geschmückt


Eine nähere Betrachtung zeigt die formvollendeten Details des obersten Geschosses und des Balkons des Qutub Minar, Neu Delhi © Incredible_backgrounds


BALKONE UND KUNSTVOLLE GESIMSE: Die Balkone an den unteren drei Etagen des Minars sind alle von der Wendeltreppe im Inneren zugänglich. Stalaktiten-Gesimse oder Muqarnas mit detaillierten Steinschnitzereien stützen sie von unten ab. Sie sitzen auf Alkoven mit Wabenmustern. Die Gesimse am Minar sind im arabischen Architekturstil gebaut, der nach Indien eingeführt worden war © Ankit M


Was sind die architektonischen Haupterrungenschaften des Sultanats von Delhi? Eindeutig das Qutb Minar und seine Anlage. Man muss bedenken, dass dieser Komplex, so wie wir ihn heute sehen, nicht auf dem Reißbrett entworfen wurde. Es ist vielmehr so, dass die verschiedenen Herrscher, die im Laufe der Jahrhunderte Nord-Delhi eroberten, auf dem Gelände jeweils neue Bauten hinzufügten. So entstand die Anlage, die wir heute vor uns haben. Außer dem Qutb Minar findet man daher auch das Alai Darwaza mit dem Grabmal des Zamin direkt daneben, und auch die prachtvolle Quwwat-ul-Islam Moschee mit ihrer Sandstein-Maqsura (Trennwand), sowie verschiedene weitere Bauwerke © Supravee Phathunyupong


Die relevantesten architektonischen Merkmale des Qutub Minar-Komplexes
1. Qutb Minar
2. Innenhof der Quwwat-ul-lslam Moschee
3. Eiserne Säule
4. Alauddin Khiljis Grabmal
5. Alai Darwaza
6. Imam Zamins Grabmal
7. lltutmishs Grabmal
8. Alai Minar
9. Der zentrale Innenhof
10. Die Tafel der Gebetshalle


BAUMATERIALIEN: Die Baumeister dieses beeindruckenden Qutb-Komplex verwendeten roten und gelbbraunen Sandstein und grauen Quarzit (metamorpher Sandstein), der mit Mörtel verstärkt wurde als ihre hauptsächlichen Baumaterialien. Sie fügten auch Elemente aus Marmor aus Makrana im Staat Rajasthan in Westindien hinzu. Die Außenwände der ersten drei Stockwerke des Qutb sind mit Sandstein verkleidet, während die Oberfläche der vierten und fünften Etage aus Marmor ist. Die Säulen, die von den zerstörten Jain-Tempeln stammen, sind aus Quarzit © Dmitry Strizhakov


SÄULE UND TRENNWAND: Dies ist die berühmte Eisensäule aus dem vierten Jahrhundert vor der Maqsura oder Trennwand der Quwwat-ul-lslam Moschee aus dem späten 12. Jahrhundert. Wunderschöne Blumenmuster und Kalligrafie schmücken die Trennwand aus rotem Sandstein. Man nimmt an, dass die erstaunliche Eisensäule von Anangopal, einem Rajput-Herrscher von Delhi, von Zentralindien nach Qila Lal Pithora gebracht wurde. Sie wurde bei den 27 Tempeln, die sich dort befanden, aufgestellt. © Tukaram.Karve


INNENHOF MIT SÄULENGANG: Um zu dieser Moschee zu gelangen, müssen Sie die steilen Stufen an der Ost-, West- oder Nordseite hinaufsteigen, denn sie ist auf einer erhöhten Plattform gebaut, auf der einst ein Tempel gestanden hatte. Der große, rechteckige Innenhof misst 43 x 33 m (141 x 708 Fuß) © Faurem


 

Die Quwwat-ul-lslam Moschee

Qutbuddin Aibak war es, der die Quwwat-ul-Islam (Macht des Islam) Moschee bauen ließ. Es war die erste Moschee in Indien, in der sich die Menschen zum Gebet versammelten. Das Gebäude entstand zwischen 1193 und 1197. Die Moschee selbst besteht aus einer aufwendigen Trennwand, die mit kunstvollen Mustern geschmückt ist, und einem Innenhof, der auf drei Seiten von einem Säulengang umgeben ist.

Die eiserne Säule ragt 7 m (2 Fuß) hoch im Innenhof auf. Die Inschrift auf der Säule beschreibt diese als einen Strahl des Hindu-Gottes Vishnu. Aber sie erwähnt auch den König Chandragupta II; daher ist anzunehmen, dass sie während der Gupta-Zeit im vierten Jahrhundert hergestellt wurde.

SANSKRIT INSCHRIFT: Die eiserne Säule trägt eine Inschrift in Sanskrit. Diese ist in der Gupta-Brahmi-Schrift geschrieben und erwähnt König Chandragupta II © 3000ad


BLUMENMOTIVE AN DER DECKE VON MOSCHEE © Matyas Rehak


DIE GROSSEN BÖGEN: Die Maqsura besteht aus Spitzbögen, die sowohl mit geometrischen Mustern und verschlungenen arabesken Linien als auch mit Koraninschriften reich geschmückt sind © Linda_K


 

VERSCHMELZUNG DER STILE

Diese Moschee ist ein schönes Beispiel des neuen Architekturstils, der islamische und hinduistische Zierelemente vermischte. Die Baumaterialien für die Moschee wurden von den

27 zerstörten Tempeln genommen, die hier gestanden hatten. Auf der Sandstein-Trennwand der Moschee kann man eine einzigartige Vermischung von islamischer Kalligrafie und Mustern mit hinduistischen Motiven sehen, wie z.B. Ghata-Pallava (Blumentöpfe), Lotus und Seilen mit Quasten an jeder Säule.

BLUMENTOPFMOTIV: Florale Muster schmücken etliche Oberflächen der ersten drei Geschosse des Turms, darunter auch dieser kunstvolle Teil, der eine Säule des Komplexes ziert © Emdadul Hoque Topu


SÄULENGANG: Hier sieht man, dass die geschmückten Säulen dieses Ganges viereckig sind, was hinduistischer Baustil ist © By Amit kg


Der Qutub Minar ist der höchste Turm des Landes. Seine hoch aufragende Erscheinung wird durch viele dekorative Bildhauereien geprägt. Das angrenzende Gebiet ist übersät mit uralten Ruinen, sowohl muslimischen als auch hinduistischen, die auf den gewaltsamen Konflikt hinweisen, der die hinduistische Herrschaft in der Region Delhi beendete © manx_in_the_world


DIE EISERNE SÄULE: Wie der Name schon sagt, besteht diese Säule zu 98% aus reinem Eisen. Dies ist ein schönes Beispiel der indischen Hüttenkunst. Und die Säule ist so perfekt gemacht, dass sie auch nach 1600 Jahren so gut wie keinen Rost aufweist © Dmitry Chulov


 

Die Sandstein-Trennwand

Nachdem die Moschee im Jahre 1197 vollendet war, wurde noch eine Maqsura (eine Wand, die einen separaten Gebetsraum abtrennt) gebaut. Die Maqsura wurde von Aibak 1199 vor der Gebetshalle errichtet. Sie hatte einen Hauptbogen in der Mitte und zwei kleinere Bögen auf beiden Seiten. Die Maqsura zeigt gen Westen in Richtung Mekka. Sie sieht aus, als ob sie der Trennwand in der Moschee von Medina nachempfunden sei, die der Prophet Mohammed gebaut hat. Später entwickelten Iltutmish und Alauddin Khilji das Bauwerk noch weiter und fügten das Alai Minar und das Qutb Minar hinzu.

KUNSTVOLLE KALLIGRAFIE © saiko3p


 

Alai Darwaza

Das Alai Darwaza wurde von Alauddin Khilji im Jahr 1311 gebaut. Seine Proportionen sind außerordentlich perfekt, und die Außenmauern sind fantastisch dekoriert. Es steht im Südosten des Qutb Minar. Ursprünglich gab es Pläne, vier Tore zum Minar zu bauen, aber dieses war das einzige Tor, das vollendet wurde, da Alauddin 1316 starb, bevor er sein Bauprojekt zu Ende führen konnte.

Das Darwaza ist quadratisch und hat vier hohe Portalbögen über den Eingängen, die in die vier Himmelsrichtungen weisen. Dies war eines der ersten Gebäude, das „echte Bögen“ oder Rundbögen benützte, und man kann dort auch mehrere Marmorfelder mit Inschriften finden und Dekorationen mit vielen schönen Details aus rotem Buntsandstein. Der mittlere Bogen auf jeder Seite ist fast so hoch wie das Gebäude, und die Rahmen sind mit wunderschönen geometrischen und arabesken Mustern sowie auch Blumenmustern geschmückt. Das Gebäude hat eine Kuppel, die von Eckbögen getragen wird, die von der Hauptmauer zurückgesetzt sind. Stücke der Verkleidung am oberen Rand der Außenwand sind abgebröckelt. 1828 hat Major Robert Smith, ein britischer Militäringenieur, Reparaturen an dem Bauwerk vorgenommen, die zu der streng quadratischen Form des oberen Randes des Gebäudes, wie wir sie heute sehen, führten.

DAS TORHAUS DES MINAR: Alauddins Titel ist in den Inschriften an den Portalbögen erwähnt. Auch einen Eintrag über seine Erweiterung der Ouwwat-ul-lslam Moschee im Jahr 1311 kann man dort finden © Matyas Rehak


FENSTER: Diese wunderschön verzierten Fenster des Darwaza haben Gitter zwischen den umrahmenden Bögen, die man Jaalis nennt. Beachten Sie die Lotusknospenbordüre auf dem Rahmen, die ein typisches Motiv der Khilji-Periode ist © brytta


Wunderschöne Flachreliefs und Blumendekorationen auf dem Alai Darwaza © Natalia Davidovich


Details der Gestaltungen im Inneren des Alai Darwaza © CRS PHOTO


Fenstergitter von innen, Alai Darwaza, Qutub Minar Komplex


Das gewölbte Dach des Alai Darwaza im Detail © Roberto Mussi


Indische Touristen beim Besuch des Alai Darwaza © Roberto Mussi


Das Eingangstor des Alai Dawaza-Monuments © Social Media Hub


Wunderschöne Blumenmuster, die in die Innenwände des Alai Darwaza aus rotem Sandstein gemeißelt wurden. Ein perfektes Beispiel für die Symbiose von Hindu-Elementen in einem islamischen Bauwerk © Supravee Phathunyupong


Eine Nahaufnahme demonstriert die Kunstfertigkeit der dekorativen Muster, die in die Wände des Haupteingangs des Alai-Tors eingebracht wurden © Don Mammoser


 

Ein Baumeister mit großartigen Visionen

Alauddin Khilji baute nicht nur das außerordentliche Alai Darwaza, sondern er erweiterte auch die Mauer um die Quwwat-ul-Islam Moschee und die Trennwand. Außerdem begann er mit der Erbauung des riesigen Alai Minar. Die Anfänge der Stadt Siri wurden auch während Khiljis Regierungszeit gelegt. Siri war die zweite Stadt Delhis und die erste, die von einem Sultan von Delhi erbaut wurde. Alauddin Khilji errichtete auch eine Madrasa, also eine islamische Schule. Dieses Gebäude wurde letztendlich auch als sein Grabmal verwendet. Des Weiteren ließ er ein riesiges Reservoir (hauz khas) anlegen, um seine Festung mit Wasser zu versorgen.

FARBKONTRASTE: Auf den Seiten des zentralen Portalbogens sehen wir Blumenmotive aus Marmor. Diese werden ergänzt mit Lotusknospen und spiralförmigen Stängeln aus Sandstein. Darunter befindet sich eine Bordüre mit aufwendigen Dekorationen.


 

Das Grabmal des Imam Zamin

Imam Zamin, dessen wirklicher Name Muhammad Ali war, war ein Sufi-Heiliger im 15. Jahrhundert. Er reiste von Turkestan nach Delhi während der Herrschaft von Sikander Lodi. Es ist möglich, dass er in der Quwwat-ul-Islam Moschee eine wichtige Position innehatte. Sein Grabmal befindet sich neben dem östlichen Tor des Alai Darwaza. Es wurde während der Regierungszeit des Mogulherrschers Humayun erbaut. Das weist darauf hin, dass es später entstand als die anderen Bauwerke der Anlage. Das quadratische Gebäude ist 16,5 m (54 Fuß) hoch und mit Marmorverkleidungen über den schräg abfallenden Dachvorsprüngen (Chhajjas) geschmückt.

DIE AURA DES HEILIGEN: Dieses kleine, einfache Gebäude ist das Grabmal von Imam Zamin. Es hat eine ziemlich große Kuppel, die auf einer achteckigen Basis sitzt, welche mit abgestuften Zinnen bedeckt ist © Matyas Rehak


Die Beschreibung der Imam Zamin Moschee, eingemeißelt in roten Sandstein, innerhalb des Archäologischen Parks von Mehrauli in Delhi


MARMORPLATTE: Der Inschrift in Naschi-Schrift über der Tür des Grabmals nach zu schließen, wurde dieses zwischen 1537 und 1538 erbaut. Der Heilige starb im Jahr darauf © nullplus


 

GITTERWÄNDE

Um das Grab vor dem grellen Sonnenlicht zu schützen, wurden Sandstein-Gitterwände auf drei Seiten des Grabmals eingebaut. Die detaillierten geometrischen Muster und Sternformen sind deren charakteristische Merkmale.

DAS INNERE: Im Inneren des Grabmals des Imam Zamin, gibt es 12 Wandpfeiler. Diese sind durch Sandstein-Gitterwände (Jaalis) verbunden. Das Hauptmaterial, das für das Grab und zur Dekoration der Innenseite verwendet wurde, ist Marmor. Ein schönes Beispiel dafür ist das kunstvoll geschnitzte Mihrab, eine Nische in der Wand einer Moschee. Sie befindet sich an dem Punkt in der Moschee, der Mekka am nächsten liegt, und zu dem sich die Gemeinde zum Gebet wendet © Azhar_khan


 

Alauddin’s Madrasa and Grab

Alauddins Madrasa und Grab Das Madrasa des Alauddin Khilji befindet sich im Südwesten der Quwwat-ul-Islam Moschee. Alauddin ließ dieses Bauwerk als Schule errichten, in der die Schriften des Islam gelehrt wurden. Die Anlage besteht aus kleinen Räumen, von denen einige so liegen, dass ihre Vorderseite auf den viereckigen Rasen im Innenhof hinausgeht. Sie ist mit hohen Kuppeln gekrönt, und die Torbögen über den Eingängen sitzen auf den Mauern auf. Ein großes, quadratisches Gebäude befindet sich an der Südseite des Innenhofes. Man nimmt an, dass dies Alauddins Grabmal ist. Man kann immer noch die Überreste eines Vorbaus sehen, der nach draußen führte; die Kuppel, die die Mauern ursprünglich überragte, ist jedoch verschwunden.

SCHULE UND GRABSTÄTTE: Was wir hier sehen – die Idee eine Madrasa mit einem Grab zu verbinden – ist einmalig in Indien © Leonid Andronov


ALAUDDINS LETZTE RUHESTÄTTE: Ein kleines Mihrab als Gebetsnische befindet sich in der westlichen Mauer des Grabmals von Alauddin Khilji © CRS PHOTO

 


 

Iltutmishs Grabmal

Shamsuddin lltutmish war der Nachfolger von Qutbuddin Aibak, und im Jahr 1235 ließ er sich ein Grabmal bauen. Es ist im Nordwesten des Qutb-Komplexes gelegen und in der Nähe der Anbauten, die er an der Quwwat-ul-Islam Moschee hinzugefügt hatte. Ursprünglich hatte das Grabmal auch eine Kuppel, die durch „Trompe-Bögen“, einer Art von „echten Bögen“, gestützt wurde. Da jedoch die örtlichen Handwerker nur begrenztes Wissen über die Kunst des Bauens von „echten Bögen“ hatten, stürzte die Kuppel ein.Im Gegensatz zu vielen Gebäuden in Indien sind die Außenwände dieses Grabmals nicht geschmückt; sie sind einfach mit Steinbändern umgeben. Das Innere hingegen steht in ziemlichem Kontrast dazu. Dort sind die Wände mit geometrischen und arabesken Formen und auch mit Koranischen Inschriften in Naschi- und Kufi-Schrift dekoriert.

SCHMUCKLOSE AUSSENSEITE: Jede Seite diese quadratischen Grabmals mit den schmucklosen Wänden ist 9 m (29,5 Fuß) lang. Die Eingangstore, die ursprünglich von Kuppeln überragt wurden, befinden sich auf drei Seiten des Gebäudes © mdsharma


OFFENE GRABKAMMER: Im Zentrum der offenen Grabkammer ist das Marmor-Zenotaph. Das Grab oder Kabr selbst ist in der Krypta, die von wunderschön dekorierten Bögen umgeben ist ©


Persische Kalligraphie und Hindu-Motive an den Wänden der Bögen des Illtumish-Grabes im Qutub Minar-Komplex © Arun Kumar K V


DAS ZENTRALE MIHRAB: Die Westwand ist geschlossen; dort findet man drei Mihrabs – das sind Nischen in der Wand der Moschee, die gen Mekka gerichtet ist. Das mittlere davon ist aus Marmor gemacht, und die Säulen, Steinplatten und Bögen sind mit Blumenmustern und geometrischen Schnitzereien geschmückt © Zvonimir Atletic


REICH VERZIERTE BÖGEN: Die drei gewölbten Eingänge zu lltutmishs Grabmal sind voller eingemeißelter kalligrafischer Inschriften und Blumenmustern. Diese geben dem Bauwerk Charakter und bieten ein Gegengewicht zu der sonst sehr einfachen Fassade © Kattiya.L


 

Alai Minar

Das Alai Minar ist nicht weit von der Quwwat-ul-Islam Moschee und der Madrasa des Alauddin entfernt. Man gelangt dort ganz schnell zu Fuß hin. Sie werden feststellen, dass dieses Minarett unvollendet ist. Alauddin Khilji errichtete das erste Stockwerk 1315, aber dann starb er 1316, bevor er daran weiterbauen konnte. Das Bauwerk ist 24,50 m (80 Fuß) hoch. Der ursprüngliche Plan war es, das Minarett zweimal so hoch und groß wie das Qutb Minar zu bauen. Das war Teil eines großen Projekts, das Alauddin Khilji hatte, und im Zuge dessen er auch die Quwwat-ul-Islam Moschee so erweitern wollte, dass sie doppelt so groß würde wie bisher. Das Alai Minar stand auf einer hohen Plattform.

DAS ZWEITE MINAR: Eckige Rinnen schmücken die Außenseite dieser unvollendeten Struktur. Sie hat auch einen Eingang im Osten und eine Rampe, die sanft ins Innere hinaufführt. Das gibt uns einen guten Eindruck, wie das Qutb Minar am Anfang ausgesehen haben musste. Es gibt dort auch ein unvollendetes Fundament aus Sandsteinschutt © AntonBkrd


SATTES GRÜN: Der Rasen und die Vegetation an diesem friedlichen Ort sind so dicht und grün, dass alle, die sich dort aufhalten, sich ruhiger, entspannter und glücklicher fühlen © Fotos593


 

Touristeninformation

Mit dem Flugzeug: Wenn Sie mit einem internationalen Flug kommen, landen Sie in Delhi auf dem Indira Gandhi International Airport. Inlandsflüge landen und starten vom Inlandsterminal des IGI Flughafens.

Mit dem Zug: Wenn Sie mit dem Zug fahren, erreichen Sie Delhi von allen Städten Indiens aus mit den Indian Railways.

Mit dem Auto: Von allen Städten Indiens aus können Sie Delhi auch auf der Straße erreichen. Taxis, Auto-Rikschas und Luxus-Reisebusse bringen Sie jederzeit zum Qutb-Komplex.
 

Checkliste für Besucher

Die ideale Zeit für einen Besuch in Delhi ist von Oktober bis März. Den Qutb-Komplex können Sie täglich von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr besichtigen. Eintrittspreise sind unterschiedlich für Besucher und indische Staatsbürger. Wenn Sie Bürger Indiens oder eines der SAARC-Länder (Südasiatischer Verband für regionale Zusammenarbeit) sind, kostet der Eintritt 10 IR pro Person. Besucher aus anderen Ländern bezahlen 10 USD oder 600 IR pro Person. Im Qutb-Komplex ist das Fotografieren erlaubt, also vergessen Sie Ihre Kamera nicht. Unten finden Sie eine Liste wichtiger Ausrüstungsgegenstände, die Sie mitbringen sollten, wenn Sie Indien besuchen.

    • Trinkwasser, eine Taschenlampe, Sonnencreme, Mückenschutz, einen Stadtplan oder Reiseführer, Kleingeld
    • Im Sommer sollten Sie Kleidung aus leichter Baumwolle tragen, da es sehr heiß wird, im Winter ist Wollkleidung am besten, um warm zu bleiben; Kreditkarten oder Reiseschecks (nicht notwendig, aber ratsam), Regenschirm oder Regenmantel/-jacke, Kopfbedeckung und Schuhe, die Sie leicht ausziehen können.
    • Die Toilette, der Gepäckschalter und der Parkplatz befinden sich in der Nähe des Ticketbereichs. Bitte beachten Sie, dass essen innerhalb des Komplexes nicht erlaubt ist.
    • Der Eintritt ist für Kinder unter 15 Jahren (auch für Ausländer) gratis.
    • Für ausländische Besucher ist eine separate Schlange vorgesehen. Dies wird Ihre Wartezeit verkürzen.

Es gibt eine Reihe von organisierten Touren durch den Qutub Minar-Komplex, falls Sie daran interessiert sein sollten.
 

Rund um den Komplex von Qutb

Obwohl die beliebtesten Touristenattraktionen Delhis nicht in der Nähe liegen, gibt es in der Gegend von Mehrauli dennoch viel zu sehen und zu unternehmen. Neben dem Qutub Minar liegt der Archäologische Park von Mehrauli, in dem mehr als hundert historische Relikte, wie Gräber, Stufenbrunnen, Moscheen und Paläste, die zum Teil über tausend Jahre alt sind, besichtigt werden können. Der Park kann jeden Tag zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang kostenlos besichtigt werden.

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