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Kalkutta (Kolkata) – DIE STADT DER FREUDE

In Kalkutta wird das Leben nicht nur gelebt – es wird jeden Tag gefeiert. Diese 330 Jahre alte Weltstadt ist eines der großen Zentren für Kultur, Kunst und Bildung in Indien, eine Stadt, in der Kreativität ebenso selbstverständlich ist wie Gespräche bei einer Tasse Tee. Was Kalkutta unvergesslich macht, sind seine Kontraste und Widersprüche: alte Villen neben modernen Einkaufszentren, aristokratische Traditionen, die sich mit der Straßenkultur vermischen, zeitlose Rituale, die sich neben modernster Kunst entfalten. Die Stadt ist gleichzeitig traditionell und modern, raffiniert und chaotisch – und doch immer voller Leben und Wärme.

von indienrundreisen.de
Rikscha-Fahrer Kalkutta
Handgezogene Rikschafahrer halten inne und lächeln, ihre Widerstandsfähigkeit und Herzlichkeit kommen in diesem unverfälschten Moment zum Vorschein. © Radiokafka

 
Kolkata – DIE STADT DER FREUDE

Die Vielen Farben & Stimmungen der Kulturhauptstadt Indiens
Die Anfänge
Eine Stadt der Paläste
Der Bezirk aus Ton
Hugli Flussufer
Durga Puja
College Street
Victoria Memorial & Maidan
BBD Bagh
Süd Kolkata
Die Schreine
Die Kulinarische Stadtkarte
Einkaufsgegenden
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Anreise nach Kolkata
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Einige Bilder von unserer Reise nach Kalkutta


 

Die vielen Farben & Stimmungen der Kulturhauptstadt Indiens – Kolkata

Wo Vergangenheit und Gegenwart miteinander tanzen, wo Literatur auf Straßengeräusche trifft und Tempelglocken neben Straßenbahnen erklingen – hier schlägt das kulturelle Herz von Indien. Kolkata ist nicht einfach eine Stadt. Es ist ein Gefühl.

Zur Zeit der britischen Herrschaft – Die Anfänge der ehemaligen Hauptstadt

Im 18. Jahrhundert begann Kolkatas Aufstieg unter der Ägide der British East India Company. Als Hauptstadt Britisch-Indiens wurde die Stadt zum Verwaltungs- und Handelszentrum des Subkontinents.

Breite Boulevards, klassizistische Fassaden und prächtige Monumente erzählen noch heute von dieser Epoche. Das imposante Victoria Memorial aus weißem Marmor erinnert an eine Zeit imperialer Macht – und bildet gleichzeitig einen faszinierenden Kontrast zum lebendigen, modernen Stadtbild.

Hier verschmelzen koloniale Eleganz und bengalische Seele.

Stadt der Paläste – Aristokratische Residenzen als Stolz der Metropole

Im Norden der Stadt verbergen sich hinter schlichten Fassaden wahre architektonische Schätze: prächtige Rajbaris – die Paläste wohlhabender bengalischer Familien.

Hohe Säulen, kunstvolle Innenhöfe, antike Kronleuchter und verwitterte Fresken lassen die glanzvolle Vergangenheit wiederaufleben.

Diese Residenzen waren nicht nur Wohnsitze – sie waren Zentren von Kunst, Musik, Literatur und gesellschaftlichem Leben. Noch heute spürt man hier den Hauch aristokratischer Raffinesse.

Durga Puja – Wenn die Stadt in Farben explodiert

Einmal im Jahr verwandelt sich Kolkata in eine Bühne aus Licht, Musik und grenzenloser Kreativität.

Während Durga Puja pulsiert die Stadt Tag und Nacht. Gigantische, kunstvoll gestaltete Festzelte – sogenannte Pandals – entstehen in jedem Viertel. Künstler erschaffen spektakuläre Installationen, die Tradition und Moderne verbinden.

Straßen duften nach Weihrauch und Süßspeisen, Trommeln erklingen, Menschen feiern gemeinsam – unabhängig von Religion oder Herkunft.

Es ist nicht nur ein Fest. Es ist Kolkatas Seele in ihrer intensivsten Form.

Kulinarische Klassiker – Eklektisch, reich & himmlisch

Kolkata ist ein Paradies für Feinschmecker.

Von würzigen Kathi Rolls über aromatische Fischcurrys bis hin zu himmlischen Süßigkeiten wie Rasgulla – die Küche der Stadt vereint Mogul-Einflüsse, britische Akzente und traditionelle bengalische Aromen.

Hier wird nicht einfach gegessen. Hier wird zelebriert.

Ob an einem dampfenden Straßenstand oder in einem traditionsreichen Familienrestaurant – jede Mahlzeit erzählt eine Geschichte.

 

Die Anfänge – Wie aus drei Dörfern eine Weltstadt wurde

Bevor Kolkata seinen heutigen Namen trug, kannte man die Stadt als Kalkutta – ein Ort, dessen Geschichte mit Mut, Strategie und einer Prise Trotz begann.

Im späten 17. Jahrhundert war hier noch keine Metropole zu sehen, sondern drei unscheinbare Dörfer: Sutanuti, Gobindapur und Kalikata. Dass ausgerechnet dieses sumpfige, von Flussarmen durchzogene Gebiet einmal zu einer der bedeutendsten Städte des Subkontinents werden würde, verdankte es vor allem einem Mann: Job Charnock.

Als Verwalter der British East India Company erkannte Charnock das Potenzial des Ortes – auch wenn der Rat der Kompanie zunächst zögerte. Doch seine Hartnäckigkeit zahlte sich aus.

Sutanuti lag strategisch ideal:
Der mächtige Hugli-Fluss im Westen bot Schutz und Zugang zugleich, ein Bach im Norden und Salzseen im Osten wirkten wie natürliche Verteidigungsanlagen. Zudem lag der Fluss nahe dem Golf von Bengalen – mit einem Tiefwasserankerplatz, der der britischen Flotte perfekte Bedingungen bot.

Es war ein Ort mit Weitblick – geografisch wie politisch.

Am 24. August 1690 begann hier offiziell die Geschichte einer Stadt, die sich langsam, aber unaufhaltsam entfaltete. Aus Handel wurde Macht. Aus Dörfern wurde ein Zentrum. Aus Kalkutta wurde eine Stadt der Städte.

1772 schließlich erreichte sie ihren ersten großen Höhepunkt: Kalkutta wurde zur Hauptstadt Britisch-Indiens – ein Status, der ihre Rolle als politisches, wirtschaftliches und kulturelles Herz des Reiches festigte.

Was als strategische Entscheidung begann, wurde zu einer urbanen Legende.
Und noch heute spürt man am Ufer des Hugli, dass hier einst Geschichte geschrieben wurde.

Die prächtige Fassade der Esplanade Mansion, eines der Juwelen aus der Kolonialzeit Kalkuttas, erinnert noch heute an die architektonische Pracht der Stadt. © Zvonimir Atletic


 

Eine Stadt der Paläste – Glanz, Rivalität und kulturelle Blüte

Als Richard Wellesley Ende des 18. Jahrhunderts die Geschicke der Stadt lenkte, begann für Kolkata eine architektonische Blütezeit. Unter seiner Ägide entstanden monumentale Regierungsgebäude, elegante Residenzen und großzügige Alleen. Bald trug die Stadt einen neuen Beinamen: „City of Palaces“ – Stadt der Paläste.

Und tatsächlich: Kolkata wurde zu einer Bühne aus Stein und Stuck.
Gotische Bögen trafen auf barocke Opulenz, römische Säulen auf orientalische Ornamente, indo-islamische Details auf viktorianische Strenge. Wohlhabende britische Kaufleute und einheimische Händler wetteiferten darum, sich gegenseitig mit immer prachtvolleren Villen zu übertreffen.

Nord-Kolkata – Wo Geschichte im Chaos lebt

Die meisten dieser architektonischen Juwelen verstecken sich bis heute in den herrlich chaotischen Vierteln Nord-Kolkatas. Zwischen handgezogenen Rikschas, leuchtend gelben Taxis und einem Labyrinth enger Gassen ragen plötzlich Säulenfassaden, vergitterte Balkone und kunstvolle Torbögen empor.

Hier spielte sich einst das gesellschaftliche Leben der urbanen Elite ab – rauschende Feste, literarische Salons, hitzige Debatten. Die Paläste waren Statussymbole, Ausdruck von Macht, Geschmack und Rivalität.

Der Marmorpalast – Ein europäischer Traum in Bengalen

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist der Marble Palace.

Wie aus dem Nichts erhebt sich seine weiße, klassisch-europäische Fassade aus einer unscheinbaren Gasse – fast surreal im Kontrast zur lebendigen Umgebung. Die Villa, inspiriert vom Londoner Burlington House, ist mit über 90 verschiedenen Marmorsorten ausgestattet – daher ihr Name.

Im Inneren entfaltet sich pure Extravaganz: venezianische Spiegel, böhmische Gläser, Dresdner Porzellanfiguren, französische Ormolu-Uhren. In den barocken Gärten stehen Marmorstatuen neben plätschernden Brunnen.

Das Herzstück der Kunstsammlung? Ein Gemälde von Peter Paul Rubens – ein Hauch europäischer Meisterschaft mitten in Bengalen.

Jorasanko – Das kreative Herz der Bengalischen Renaissance

Nur wenige Schritte entfernt liegt das Jorasanko Thakur Bari – das Haus der Familie Tagore.

Architektonisch weniger opulent als andere Paläste, doch kulturell von unschätzbarem Wert. Hier wurde Geschichte geschrieben – nicht in Marmor, sondern in Worten, Musik und Ideen.

Aus diesem Haus ging die Bengalische Renaissance hervor. Und hier wurde auch Rabindranath Tagore geboren – der erste Nobelpreisträger Asiens.

Während andere Häuser mit Kristalllüstern prunkten, leuchtete dieses mit geistiger Strahlkraft.

Versteckte Schätze vergangener Zeiten

Tief in den Gassen verbergen sich weitere architektonische Meisterwerke:

• Shobhabazar Rajbari

• Die prachtvollen Häuser der Familie Laha

• Die Residenzen der Duttas von Thanthania und Hatkhola

Hinter reich verzierten Torbögen öffnen sich riesige Innenhöfe, umgeben von vergitterten Balkonen. Innenräume verschmelzen Mogul-Motive mit englischem Glas, venezianischen Kronleuchtern und hohen Fenstertüren.

Diese Häuser erzählen von einer Epoche, in der Kolkata ein Spielplatz für Reichtum, Kunst und gesellschaftlichen Ehrgeiz war.

Ein junges Mädchen posiert mit einer Papiermaske der Göttin Durga in Kumartuli, dem berühmten Töpferviertel von Kalkutta, wo Kunsthandwerker sowohl Götterfiguren als auch Skulpturen für Filmkulissen herstellen. © Kakoli Dey


 

Der Bezirk aus Ton – Wo Göttinnen Gestalt annehmen

Wenn Sie Kolkata im August oder September besuchen, führt kein Weg an einem Spaziergang durch die verwinkelten Gassen nördlich der Chitpore Road vorbei.

Hier, entlang der Banamali Sarkar Street, liegt ein Viertel, das wirkt, als wäre es aus einer anderen Welt: Kumartuli – der legendäre Töpfer- und Bildhauerbezirk der Stadt.

Wo aus Stroh und Lehm Göttlichkeit entsteht

In einfachen, oft schäbig wirkenden Werkstätten stapeln sich Kartons, Stoffreste, Leimflaschen und Farbtöpfe. In den Ecken liegen Heuballen bereit. Und genau hier beginnt jedes Jahr ein stilles Wunder.

Von August bis Oktober arbeiten die Kunsthandwerker beinahe ununterbrochen.
Zuerst entstehen filigrane Gerüste aus Stroh. Schicht um Schicht wird Ton aufgetragen, modelliert, geglättet. Langsam formen sich Gesichter, Hände, Waffen, Ornamente.

Und schließlich – mit feinen Pinselstrichen – erwachen die Göttinnen zum Leben.

Hier entstehen die Ikonen für Kolkatas berühmtes Durga Puja und Kali Puja im Spätherbst. Jede Statue ist ein Unikat. Jede trägt die Handschrift ihres Schöpfers.

Ein Atelier unter freiem Himmel

Das Besondere: Besucher sind willkommen. Fotografieren ist meist erlaubt, oft darf man sich sogar dazusetzen und den Künstlern bei der Arbeit zusehen.

Zwischen Göttern und besiegten Dämonen entdeckt man auch Überraschendes – viktorianische Figuren, mythologische Szenen oder lebensgroße Skulpturen historischer Persönlichkeiten. Viele dieser Werke schmücken später die spektakulären Puja-Pandale der Stadt.

In Kumartuli spürt man, dass Kunst hier nicht nur Handwerk ist – sondern gelebte Tradition.

Aus Lehm vom Fluss entsteht Göttlichkeit.
Aus einem unscheinbaren Viertel erwächst jedes Jahr das Herzstück eines der größten Feste der Welt.

Gläubige versammeln sich am Ufer des Hooghly, um in einem uralten Ritual heiliges Wasser für Lord Shiva zu sammeln. © Samrat35


 

Am Hugli-Flussufer – Wenn Kolkata zur Ruhe kommt

Wenn die Hitze des Tages langsam nachlässt und der Himmel sich in sanfte Gold- und Rosatöne färbt, zieht es die Menschen von Kolkata an das Ufer des Hugli.

Hier, am breiten Strom des Hooghly River, atmet die Stadt anders. Ruhiger. Weicher. Fast poetisch.

Ein Spaziergang entlang der grünen Promenade ist wie ein kleines Ritual – besonders an Wochenenden. Familien flanieren, Paare sitzen auf den Stufen, Freunde teilen Snacks und Geschichten. Vor ihnen öffnet sich die weite Wasserfläche, durchzogen von Fähren und traditionellen Holzbooten, die gemächlich durch das silbergraue Wasser gleiten.

Über allem spannen sich die charakteristischen Brücken Kolkatas – elegante Stahlkonstruktionen, die im Abendlicht zu leuchten scheinen.

Prinsep Ghat – Kolkatas romantischster Treffpunkt

Unter den zahlreichen historischen Ghats entlang des Ufers ist das Prinsep Ghat der unangefochtene Favorit.

Seine klassizistische Kolonnade, umgeben von gepflegten Gärten, wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Von hier aus bietet sich ein beeindruckender Blick auf die moderne Vidyasagar Setu, deren Silhouette sich majestätisch über den Fluss spannt.

Wenn die Lichter angehen und sich im Wasser spiegeln, entsteht eine beinahe magische Atmosphäre. Straßenmusiker spielen leise Melodien, ein kühler Wind weht vom Fluss herüber – und für einen Moment scheint die rastlose Metropole stillzustehen.

Am Hugli zeigt Kolkata eine seiner schönsten Seiten:
nicht laut und intensiv – sondern gelassen, verträumt und voller Abendzauber.

Dhaakis schlagen ihre traditionellen Dhak-Trommeln in einem Durga Puja Pandal und erfüllen die Luft mit Rhythmus und festlicher Energie. © CRS PHOTO


Bengalische Frauen begrüßen die Göttin Durga mit Süßigkeiten und Betelblättern in einer herzlichen, symbolischen Begrüßungszeremonie. © The Teaching Doc


 

Durga Puja – Wenn Kolkata zur größten Bühne der Welt wird

Im Oktober geschieht in Kolkata etwas Magisches.
Die Stadt pulsiert, leuchtet, tanzt – und begrüßt Ma Durga.

Vom einfachen Innenhof bis zur luxuriösen Wohnanlage, vom Arbeiterquartier bis zur altehrwürdigen Familienresidenz – jeder bereitet sich vor, die Göttin auf seine eigene Weise willkommen zu heißen. Doch Durga Puja ist weit mehr als ein religiöses Fest. Es ist Kolkatas Herzschlag.

Eine Stadt als Freiluft-Kunstgalerie

Während der fünf Festtage verwandelt sich die Metropole in eine gigantische Kunstinstallation.

Überall entstehen spektakuläre Pandale – temporäre Tempelbauten aus Bambus, Stoff, Leinwand und unendlicher Kreativität. Manche erinnern an antike Paläste, andere an futuristische Kunstwerke oder Art-Déco-Meisterstücke.

Beim sogenannten Pandal-Hopping ziehen die Menschen bis tief in die Nacht von einem Viertel ins nächste, um die kunstvollen Installationen zu bestaunen. Jede Nachbarschaft möchte die eindrucksvollste Interpretation erschaffen.

Lichterketten funkeln, Trommeln hallen, der Duft von Weihrauch und Street Food liegt in der Luft. Die Stadt schläft nicht – sie feiert.

Bonedi Bari – Wo Tradition weiterlebt

Abseits des glitzernden Spektakels bewahren Kolkatas aristokratische Familien – die sogenannten Bonedi Bari – die jahrhundertealten Rituale.

In ihren weitläufigen Thakur Dalan (Gebetshallen) wird Durga Puja in seiner orthodoxen Form zelebriert: mit traditioneller Ikonografie, klassischen Opfergaben und feierlichen Gesängen.

Rund 150 dieser historischen Häuser öffnen jedes Jahr ihre Tore für Familie, Freunde – und manchmal auch für neugierige Besucher, die einen seltenen Einblick in das ursprüngliche Ritual erhalten möchten.

Hier ist die Atmosphäre stiller, intimer – aber nicht weniger bewegend.

Bijaya Dashami – Ein Abschied in Rot

Das emotionale Crescendo erreicht seinen Höhepunkt am letzten Tag: Bijaya Dashami.

Bevor die Prozessionen sich Richtung Ganges bewegen, findet ein berührendes Ritual statt: Frauen tragen rotes Sindoor (Zinnober) auf das Gesicht der Göttin auf – und aufeinander. Mit leuchtend roten Wangen und Tränen in den Augen verabschieden sie Ma Durga und bitten sie, im kommenden Jahr zurückzukehren.

Dann beginnt der Abschiedszug. Trommeln erklingen, Gesänge hallen durch die Straßen, und die prachtvollen Götterbilder werden in das heilige Wasser eingetaucht.

Ein feuriger, emotionaler Abschluss – voller Freude, Wehmut und Hoffnung.

Durga Puja ist kein Ereignis, das man nur beobachtet.
Man wird hineingezogen. Mitgerissen. Verzaubert.

Und wenn die Lichter langsam erlöschen, bleibt ein Gedanke zurück:
Ma Durga wird wiederkommen.

Das legendäre Indian Coffee House, voller Leben, Gesprächen und Geschichte, ist seit über siebzig Jahren der Treffpunkt für Denker und Träumer in Kalkutta. © Mazur Travel


 

College Street – Wo Bücher zu Legenden werden

Steigen Sie an der Metrostation Mahatma Gandhi Road aus, gehen Sie ein paar Minuten die geschäftige Straße entlang, biegen Sie links ab – und plötzlich betreten Sie eine andere Welt.

Willkommen in der College Street, dem größten Büchermarkt Indiens.
Oder, wie ihn die Einheimischen liebevoll nennen: Boi Para – „Die Stadt der Bücher“.

Ein Paradies für Leseratten und Denker

Entlang eines scheinbar endlosen Korridors aus Buchständen stapeln sich Werke aller Genres: vergriffene Klassiker, zerlesene Romane, wissenschaftliche Abhandlungen, vergilbte Manuskripte.

Es heißt: Wenn man ein Buch hier nicht findet, hat es wahrscheinlich nie existiert.

Zwischen improvisierten Ständen aus Blech, Bambus und Planen stehen traditionsreiche Buchhandlungen renommierter Verlage. Feilschen gehört dazu – und mit etwas Geschick kann man wahre Schätze zu erstaunlichen Preisen entdecken.

Doch College Street ist mehr als nur ein Markt.

Das intellektuelle Herz Kolkatas

Hier reihen sich einige der ältesten Bildungsinstitutionen des Landes aneinander:

• University of Calcutta

• Presidency University, Kolkata

• Sanskrit College and University

• Calcutta Medical College

Seit dem frühen 19. Jahrhundert haben diese ehrwürdigen Institutionen die Straße in einen Zufluchtsort für Intellektuelle verwandelt.

Eine träge Straßenbahn teilt die Allee in zwei Hälften, Studenten diskutieren hitzig auf den Gehwegen, Professoren stöbern in Antiquariaten – und überall liegt dieser unverwechselbare Duft von Papier und Staub in der Luft.

Das legendäre Indian Coffee House

In einer unscheinbaren Seitenstraße wartet eine Institution, die seit über 70 Jahren als Brutstätte kreativer Energie gilt: das Indian Coffee House – College Street.

Hohe Decken, bröckelnder Putz, einfache Holztische – und Gespräche, die Geschichte schrieben.

Hier saß im Sommer 1962 der junge Beat-Poet Allen Ginsberg, vertieft in hitzige Debatten mit Jack Kerouac und einer Schar rebellischer Stadtpoeten. Jahrzehnte später wurde auch Günter Grass während seines Aufenthalts in Kolkata Stammgast.

Zwischen dampfenden Kaffeetassen und endlosen Diskussionen über Politik, Literatur und Revolution entstand hier ein Stück kulturelle Weltgeschichte.

College Street ist kein gewöhnlicher Ort.
Es ist ein lebendiges Archiv.

Ein Ort, an dem Bücher flüstern, Ideen aufeinandertreffen –
und jede Straßenecke eine neue Geschichte bereithält.

Das Victoria Memorial, Kalkuttas „Taj Mahal”, glänzt wie ein Traum aus Marmor. Seine Gärten laden Verliebte zum Flanieren ein, während die Bronzestatue von Königin Victoria sie beobachtet. © Manab Das


Eine Bronzestatue von Königin Victoria, würdevoll und imposant, steht stolz in den üppigen Gärten des Victoria Memorial. © Zvonimir Atletic


 

Victoria Memorial & Maidan – Kolkatas weiße Krone und grüne Lunge

An der Südspitze des weiten Maidan erhebt sich eines der ikonischsten Bauwerke Indiens: das Victoria Memorial.

Errichtet zum Gedenken an Queen Victoria nach ihrem Tod im Jahr 1901 und 1921 vollendet, thront dieses Monument aus schimmerndem weißem Marmor wie eine Krone über der Stadt.

Ein Monument im Morgenlicht

Wenn sich im sanften Licht des frühen Morgens die Spiegelung der Kuppel in den stillen Wasserbecken zeigt, wirkt das Bauwerk beinahe unwirklich. Gepflegte Gärten umrahmen das majestätische Gebäude, Spaziergänger verweilen auf den Wegen, und für einen Moment scheint Kolkata innezuhalten.

Im Inneren erzählen großzügige Galerien von der kolonialen Vergangenheit der Stadt – Gemälde, Dokumente, Skulpturen und Artefakte zeichnen ein facettenreiches Bild einer bewegten Epoche.

Für Geschichtsinteressierte ist die abendliche Son-et-Lumière-Show ein besonderes Erlebnis: Licht, Klang und Erzählung lassen die Geschichte der Stadt eindrucksvoll lebendig werden.

Im Winter verwandelt sich die Kulisse zudem in eine literarische Bühne: Beim jährlichen Kolkata Literary Meet treffen sich Autoren, Denker und Leser vor dieser spektakulären Marmorkulisse.

Der Maidan – Die grüne Seele der Metropole

Direkt angrenzend breitet sich der Maidan aus – eine riesige Grünfläche, die oft als „Lunge der Stadt“ bezeichnet wird.

Mitten im Betondschungel bietet dieser drei Kilometer lange Park Raum zum Atmen. Hier spielen Kinder Cricket, Jugendliche kicken Fußball, Familien picknicken im Gras, Paare flanieren Hand in Hand.

Eine träge Straßenbahn schlängelt sich durch die weiten Wiesen – besonders an kühlen Wintermorgen, wenn ein zarter Nebelschleier über dem Grün liegt und Pferde sowie Weidetiere gemächlich hindurchziehen, entsteht eine beinahe pastorale Stimmung.

Angelegt wurde der Maidan bereits 1758, um den Kanonen von Fort William freie Schusslinie zu verschaffen. Heute jedoch ist er ein Ort der Ruhe, des Sports und der Begegnung.

Victoria Memorial und Maidan bilden gemeinsam einen faszinierenden Kontrast:

Hier imperialer Glanz aus weißem Marmor –
dort lebendiges Grün voller Alltag und Bewegung.

Zusammen erzählen sie von Kolkatas Geschichte – und seinem Herzschlag.

Die kunstvolle Decke des General Post Office, ein Meisterwerk des Designs des 19. Jahrhunderts vom britischen Architekten Walter B. Grenville. © Zvonimir Atletic


 

BBD Bagh – Wo Kolkatas Geschichte Widerstand atmet

Mitten im geschäftigen Zentrum von Kolkata liegt ein Ort, an dem Macht, Mut und Geschichte aufeinandertreffen: BBD Bagh.

Einst bekannt als Dalhousie Square, trägt der Platz heute einen Namen, der an drei junge bengalische Revolutionäre erinnert – Benoy Basu, Badal Gupta und Dinesh Gupta.

An einem kalten Dezembermorgen im Jahr 1930 wagten sie das Undenkbare: Sie drangen in das imposante Writers’ Building ein und erschossen den berüchtigten Generalinspektor der britisch-indischen Polizei – ein Mann, der für seine brutale Unterdrückung politischer Gefangener bekannt war.

Ihr Akt machte den Platz zu einem Symbol des Widerstands.

Lal Dighi – Spiegelbild einer Epoche

Im Herzen des Viertels liegt das große Wasserbecken Lal Dighi – der „Rote See“. Um ihn herum gruppieren sich monumentale Bauwerke, die einst das administrative Herz Britisch-Indiens bildeten.

Das markante, ziegelrote Writers‘ Building dominierte jahrzehntelang als Regierungssitz das Areal. Noch heute strahlt es eine beeindruckende Strenge aus.

Daneben reihen sich weitere architektonische Juwelen der Kolonialzeit:

  • Das General Post Office Kolkata mit seiner mächtigen weißen Kuppel

  • Das historische Currency Building

  • Das elegante Royal Insurance Building

  • Das Central Telegraph Office

Jedes dieser Gebäude erzählt von einer Zeit imperialer Verwaltung, wirtschaftlicher Macht – und wachsendem Widerstand.

Der beste Moment für einen Besuch

Unter der Woche pulsiert hier das moderne Geschäftsviertel – laut, dicht, hektisch.

Doch an einem Sonntagmorgen legt sich eine fast ehrfürchtige Stille über den Platz. Die Straßen sind leerer, das Wasser von Lal Dighi spiegelt die Fassaden, und man kann die architektonische Pracht in Ruhe auf sich wirken lassen.

BBD Bagh ist mehr als ein historischer Platz.
Er ist ein Denkmal – für Macht und Rebellion, für Kolonialherrschaft und Freiheitsdrang.

Ein kleiner Junge betrachtet alte bengalische Filmplakate und lässt seinen Blick auf der legendären Filmikone Uttam Kumar ruhen. © Suprabhat


 

Süd-Kolkata – Kreativ, grün und wunderbar gelassen

Lange bevor die Metro-Linien Nord und Süd enger miteinander verbanden, verlief durch Kolkata eine spürbare kulturelle und soziale Trennlinie.

Der Norden – traditionsreich, aristokratisch, historisch.
Der Süden – moderner, urbaner, ein wenig kosmopolitischer.

Heute zeigt sich Süd-Kolkata als entspannte, kreative Oase innerhalb der pulsierenden Metropole.

Zwischen Bhowanipore und Southern Avenue

In Vierteln wie Bhowanipore und Rashbehari weht ein anderer Wind. Die Straßen wirken ruhiger, die Cafés stilvoller, die Boutiquen individueller.

Entlang der grünen Southern Avenue reihen sich künstlerische Teehäuser, Kulturzentren und kleine Designläden aneinander. Hier trifft man Studenten, Künstler, Intellektuelle – Menschen, die diskutieren, lesen, musizieren.

Die Atmosphäre ist urban – aber ohne Hektik.

Rabindra Sarovar – Die grüne Oase

Das Herzstück des Südens ist der idyllische Rabindra Sarovar.

Der See liegt eingebettet in bewaldete Parks, die wie eine natürliche Umarmung um das Wasser herumliegen. Früh am Morgen ziehen Jogger zügig ihre Runden, Yoga-Gruppen begrüßen die Sonne, Ruderboote gleiten lautlos über die Wasseroberfläche.

Hier verschmilzt Natur mit städtischem Leben:
Schwimmclubs, Musikstunden, Vogelbeobachter und Familien, die im Schatten der Bäume verweilen.

Es ist ein Ort zum Durchatmen – mitten in der Stadt.

Nandan & Rabindra Sadan – Bühne der Kreativen

Nur wenige Minuten entfernt liegt der kulturelle Hotspot des Viertels: der NandanRabindra Sadan-Komplex.

Hier versammelt sich Kolkatas kreative Szene zu Filmvorführungen, Theateraufführungen und Kunstausstellungen.

Jedes Jahr im November wird das Gelände zur Bühne des renommierten Kolkata International Film Festival – mit rotem Teppich, internationalem Publikum und viel Fanfare.

Süd-Kolkata ist vielleicht weniger dramatisch als der Norden –
doch gerade in seiner Gelassenheit liegt sein Reiz.

Hier schlägt der Puls der Gegenwart.
Zwischen See, Leinwand und leisen Gesprächen unter Bäumen.

Besucher schlendern durch die friedliche Anlage von Belur Math und lassen das spirituelle Erbe von Vivekanandas Vision auf sich wirken. © Manoj 007


Belur Math, der ruhige Hauptsitz der Ramakrishna Mission, gegründet von Swami Vivekananda als Symbol für die Harmonie zwischen den Religionen. © saiko3p


 

Die Schreine – Kolkatas spirituelle Vielfalt

Seit seiner Entstehung war Kolkata mehr als nur ein Handelszentrum – es war immer auch ein Schmelztiegel der Religionen. Tempelglocken, Gebetsrufe und spirituelle Gesänge verweben sich hier zu einer einzigartigen Klanglandschaft.

Kalighat – Die Kraft der Göttin

Einer der heiligsten Orte der Stadt ist der Kalighat Kali Temple.

Er zählt zu den 51 Shakti Peethas – bedeutenden Pilgerstätten des Shaktismus, jener hinduistischen Tradition, die die göttliche weibliche Energie verehrt.

Hier pulsiert Spiritualität in ihrer intensivsten Form: Blumenopfer, Rauch von Weihrauch, rhythmische Mantras. Die Atmosphäre ist dicht, emotional, kraftvoll – ein Ort, an dem Glaube spürbar wird.

Belur Math – Architektur der Einheit

Am nördlichen Rand der Stadt, direkt am Ufer des Hugli, liegt das friedvolle Belur Math.

Gegründet von Swami Vivekananda, symbolisiert dieser Ort religiöse Harmonie.

Seine Architektur vereint hinduistische, islamische und christliche Elemente – bewusst so gestaltet, um die Einheit aller Glaubensrichtungen zu verkörpern.

Bei Sonnenuntergang, wenn sich das Licht im Fluss spiegelt und die Gebetsgesänge erklingen, wirkt Belur Math wie ein Ort jenseits der Zeit.

Paresnath-Tempel – Glanz der Jain-Tradition

Der prachtvolle Pareshnath Jain Temple gehört zu den wichtigsten Jain-Schreinen Indiens.

Spiegelverzierte Säulen, farbenprächtige Glasfenster und kunstvoll gestaltete Gärten verleihen dem Tempel eine beinahe märchenhafte Atmosphäre. Jedes Detail ist sorgfältig ausgearbeitet – ein Ausdruck der Hingabe und Ästhetik der Jain-Gemeinschaft.

Nakhoda Masjid – Majestät aus rotem Stein

Mit ihren gewaltigen Kuppeln und Minaretten dominiert die Nakhoda Masjid die Skyline von Chitpore.

Die 1926 erbaute Moschee wurde vom Mausoleum Kaiser Akbars in Sikandra bei Agra inspiriert. Ihre roten Sandsteinfassaden und reich verzierten Innenräume machen sie zur größten und beeindruckendsten Moschee der Stadt.

Kolkatas Schreine erzählen keine einzelne Geschichte –
sie erzählen viele.

Von Göttinnen und Mönchen, von asketischer Stille und farbenfroher Hingabe, von Einheit in Vielfalt.

In dieser Stadt stehen Glaube und Geschichte Seite an Seite –
und genau darin liegt ihr Zauber.

Die St. Paul’s Cathedral, ein gotisches Meisterwerk aus dem Jahr 1847, erhebt sich elegant am südlichen Rand des Maidan in Kalkutta. © Rashbihari Dutta


 

Kolkatas Kirchen – Kolonialer Glanz und gelebte Tradition

Zwischen Tempeln, Moscheen und Ashrams erzählen auch Kolkatas Kirchen von der kosmopolitischen Seele der Stadt. Besonders in den zentralen und nördlichen Vierteln erheben sich eindrucksvolle Zeugnisse kolonialer Architektur – still, würdevoll und voller Geschichte.

St. John’s Church – Ein Stück 18. Jahrhundert

Die 1787 erbaute St. John’s Church liegt unweit des prächtigen Raj Bhavan Kolkata.

Mit ihrer schlichten neoklassizistischen Fassade und dem ruhigen Kirchhof wirkt sie wie ein Fenster in eine andere Epoche. Hier spürt man noch den Geist der frühen Kolonialzeit – zwischen alten Grabmälern und hohen Säulen.

Armenian Church – Weihnachten im Januar

Gleich nebenan befindet sich die historische Armenian Church of the Holy Nazareth.

Sie ist ein Zeugnis der einst florierenden armenischen Gemeinde in Kolkata. Besonders bemerkenswert: Weihnachten wird hier traditionell am 7. Januar gefeiert – nach armenischem Brauch.

Ein lebendiges Stück kultureller Vielfalt mitten im Herzen der Stadt.

St. James’ Church – Die Kirche mit den Zwillingstürmen

Entlang der APC Road fällt sofort die elegante Silhouette der St. James‘ Church ins Auge.

Mit ihren markanten Zwillingstürmen wirkt sie beinahe wie ein neugotisches Märchenschloss – ein unerwarteter Anblick im geschäftigen Straßenverkehr.

St. Paul’s Cathedral – Majestät am Maidan

Am südlichen Rand des weitläufigen Maidans erhebt sich die beeindruckende St. Paul’s Cathedral.

Sie war die erste Kathedrale, die im Überseeterritorium des Britischen Empire errichtet wurde – ein architektonisches Statement von Macht und Präsenz.

Heute fasziniert sie mit ihrer eleganten gotischen Bauweise, hohen Gewölben und farbenprächtigen Glasfenstern. Besonders im weichen Licht des Nachmittags entfaltet sie eine beinahe kontemplative Schönheit.

Kolkatas Kirchen sind keine bloßen Relikte der Vergangenheit.
Sie sind stille Erzähler – von Migration, Handel, Glauben und kultureller Begegnung.

In dieser Stadt stehen Kathedralen neben Kali-Tempeln und Moscheen –
und genau das macht ihren einzigartigen Charakter aus.

Aloo Chaat Chana, Kalkuttas beliebter Straßensnack, wird heiß und würzig an Straßenständen in der ganzen Stadt serviert. © Matyas Rehak


 

Die kulinarische Stadtkarte – Kolkata auf der Zunge

Die intensivste Verbindung zu einer Stadt entsteht oft über den Geschmack.
Und in Kolkata beginnt diese Liebesgeschichte auf der Straße.

Streetfood – Würzig, wild und unwiderstehlich

Ein erster Biss in eine Phuchka – Kolkatas würzige Antwort auf Pani Puri – und Sie wissen: Hier wird nicht zaghaft gewürzt. Knusprige Hohlkugeln, gefüllt mit pikantem Kartoffelpüree, Tamarinden-Chutney und geheimen Gewürzmischungen, explodieren förmlich auf der Zunge.

Oder probieren Sie Aloo Kabli – dampfende Kartoffeln mit Kichererbsen, Zwiebeln, Tomaten, Chilis und einer süß-sauren Tamarindennote.

Und dann ist da noch Telebhaja: knusprig frittierte Köstlichkeiten in Kichererbsen- oder Maismehlteig, gebraten in Senföl. Gefüllt mit Auberginen, Zwiebeln, Kartoffeln – manchmal sogar mit Kürbis oder grüner Mango. Außen goldbraun, innen weich. Perfekt zu einer dampfenden Tasse Tee.

In der unscheinbaren Russel Street lockt der Vardhan Market mit Chaat-Variationen, Moong Dal Chila und weiteren würzigen Verführungen – ein Paradies für neugierige Gaumen.

Die legendäre Kathi-Rolle

Kein Besuch ist komplett ohne eine Kathi-Rolle – Paratha-Fladen, gefüllt mit Omelett, saftigem Hühner- oder Ziegenfleisch, Hackfleisch oder Paneer, verfeinert mit Zwiebeln, Paprika, Limettensaft und einer ordentlichen Portion Pfeffer und Chili.

Sie wird in Papier gewickelt serviert – praktisch, schnell, perfekt für den Hunger zwischendurch. Ein Biss, und Sie verstehen, warum sie Kultstatus genießt.

Dazu ein Kesar Chai, serviert in winzigen Terrakotta-Tassen im legendären Sharma Tea House. Safran, Milch, Gewürze – ein Schluck, und die Welt scheint kurz stillzustehen.

Kolonialer Charme & anglo-indische Klassiker

Am anderen Ende des Spektrums stehen traditionsreiche Institutionen wie der Bengal Club und der Calcutta Club.

Hier servieren Kellner mit weißen Handschuhen Klassiker der anglo-indischen Küche: Railway Mutton Curry, Vindaloo oder Mulligatawny-Suppe – Rezepte aus einer anderen Epoche.

Zur Weihnachtszeit finden Sie ähnliche Köstlichkeiten an charmanten Ständen entlang der Park Street – Kolkatas kulinarischem Boulevard.

Und dann ist da noch Flurys (seit 1927). Für Frühstück und Pflaumenkuchen stehen die Menschen geduldig Schlange – allein der Duft von frisch gebackenem Brot und Buttercreme ist den Besuch wert.

Bengalische Klassiker & Biryani-Liebe

Wer die sanften, vielschichtigen Aromen der bengalischen Küche entdecken möchte, sollte im Kewpie’s, im 6 Ballygunge Place oder bei Oh! Calcutta einkehren.

Und natürlich: Biryani.
Kolkatas Version ist milder gewürzt, duftend, mit zartem Fleisch – und einer überraschenden, leicht gebräunten Kartoffel, die majestätisch auf dem Reis thront.

Legendär sind das Royal Indian Hotel, Shiraz Golden Restaurant und Aminia.

Kolkata ist keine Stadt, die man nur besichtigt.
Man kostet sie.

Süß, scharf, knusprig, rauchig –
jede Straße ist ein Menü, jede Ecke ein neues Aroma.

Der Sir Stuart Hogg Market – ironischerweise New Market genannt – ist seit über einem Jahrhundert das Einkaufszentrum von Kalkutta. © Zvonimir Atletic


 

Einkaufsgegenden – Zwischen Kolonialcharme und Design-Malls

Shopping in Kolkata ist mehr als nur Einkaufen – es ist ein Erlebnis zwischen Geschichte, Handwerkskunst und modernem Lifestyle.

New Market – Ein Dach, tausend Schätze

Seit 1874 pulsiert auf der Lindsay Street das Herz des traditionellen Handels: der New Market Kolkata, früher bekannt als Hogg Market.

Unter seinem charakteristischen roten Backsteindach findet man alles – wirklich alles. Kleidung, Schmuck, Gewürze, frische Blumen, Fisch, Fleisch, Lederwaren, Süßigkeiten.

Die engen Gänge sind ein lebendiges Labyrinth aus Farben, Gerüchen und Stimmen. Händler preisen lautstark ihre Waren an, Stammkunden feilschen routiniert um den besten Preis.

Hier fühlt sich Einkaufen noch persönlich an – direkt, lebendig, authentisch.

Dakshinapan – Handwerk mit Seele

Im Süden, in Dhakuria, liegt der etwas unscheinbar wirkende Dakshinapan Shopping Complex.

Was von außen schlicht erscheint, entpuppt sich als Schatzkammer indischer Handwerkskunst. In staatlichen Emporien finden sich Ethno-Mode, kunstvoll gewebte Stoffe, Tribal-Schmuck und Artefakte aus verschiedensten Regionen Indiens.

Wer nach einem besonderen Souvenir sucht – hier wird man fündig.

Wintermärkte – Wenn das Handwerk aufblüht

Am schönsten ist das Einkaufen in Kolkata im Winter. Dann strömen Kunsthandwerker aus abgelegenen Dörfern an den östlichen Rand der Stadt, um ihre Waren auf bunten Kunsthandwerksmessen zu präsentieren.

Handgewebte Schals, Terrakotta-Arbeiten, Holzschnitzereien, Batikstoffe – jeder Stand erzählt eine Geschichte. Die Atmosphäre ist festlich, fast dörflich, und verleiht der Metropole eine warme, kreative Note.

Moderne Malls – Der neue Puls der Stadt

Gleichzeitig wachsen in allen Teilen der Stadt futuristische Einkaufszentren empor. Glasfassaden, internationale Marken, Food Courts und klimatisierte Passagen prägen zunehmend das urbane Bild.

Sie spiegeln das neue, globale Kolkata wider – modern, konsumfreudig, dynamisch.

In Kolkata trifft koloniale Markthalle auf Designerboutique,
Handwerkskunst auf Hochglanz-Schaufenster.

Und genau dieser Kontrast macht das Einkaufen hier so spannend.

Zarte Vintage-Keramik, ausgestellt im Indian Museum, spiegelt die jahrhundertelange Kunstfertigkeit Bengalens wider. © Dkroy


 

ERKUNDEN SIE DAS ETWAS ANDERE KOLKATA

Wenn Sie durch die dichten, vibrierenden Straßen von Kolkata schlendern und den Blick über bröckelnde Balkone, reich verzierte Fassaden und ehrwürdige Kolonnaden schweifen lassen, spüren Sie es sofort: Diese Stadt trägt Geschichte nicht nur in Museen – sie lebt sie.

Natürlich kennt jeder das imposante Writers‘ Building oder das majestätische Victoria Memorial.

Doch abseits der Postkartenmotive wartet ein anderes Kolkata – intimer, überraschender, oft bewegender.

Auf den Spuren großer Persönlichkeiten

Beginnen Sie im Rabindra Bharati Museum, untergebracht im historischen Jorasanko-Haus.

Hier verbrachte Rabindranath Tagore seine Jugend – und hier nahm er auch Abschied von der Welt.

Zwischen Gemälden, Fotografien, Manuskripten und persönlichen Alltagsgegenständen wird der Dichter plötzlich greifbar. Planen Sie Zeit ein. Nicht Minuten – Stunden. Dieses Haus erzählt leise, aber eindringlich.

Ebenso bewegend ist ein Besuch im Netaji Bhawan, dem ehemaligen Wohnhaus von Subhas Chandra Bose.

Heute ein Museum, bewahrt es Dokumente, Erinnerungsstücke – und sogar das Auto, mit dem er einst seine dramatische Flucht aus Kolkata antrat. Hier fühlt sich Geschichte plötzlich nah und persönlich an.

Star Theatre – Wo Kolkatas Bühne leuchtet

Ein weiterer Schatz ist das Star Theatre Kolkata in Hatibagan.

Gegründet 1883, war es das erste Theater der Stadt und Schauplatz legendärer Inszenierungen. Künstler, Intellektuelle und Kulturgrößen gingen hier ein und aus.

Bewundern Sie die reich verzierte Fassade – und wagen Sie dann den nächsten Schritt: Kaufen Sie ein Ticket. Ob zeitgenössischer Film oder Festivalvorführung während des Kolkata International Film Festival – ein Abend im Star Theatre verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise.

Sovabazaar Rajbari – 250 Jahre gelebte Geschichte

Zum Abschluss führt Sie Ihre Entdeckungstour nach Norden, ins historische Viertel Sovabazaar.

Dort steht das ehrwürdige Shobhabazar Rajbari, ein Palast aus dem 18. Jahrhundert.

Seit über 250 Jahren beherbergte er die gesellschaftliche Elite der Stadt. Noch heute spürt man im weitläufigen Innenhof den Glanz vergangener Zeiten. Besonders während der jährlichen Durga Puja verwandelt sich der Rajbari in eine Bühne aus Ritual, Tradition und aristokratischer Eleganz.

Das „andere“ Kolkata ist kein Geheimtipp –
es ist eine Einladung.

Eine Einladung, genauer hinzusehen.
Langsamer zu gehen.
Und zwischen bröckelndem Putz und offenen Türen die Geschichten zu entdecken, die Reiseführer oft übersehen.

Der Tiretta-Basar erwacht zum Leben, als chinesische Jugendliche zu ihrem Neujahrsfest einen traditionellen Drachentanz aufführen. © Rudra Narayan Mitra


Ein Geschmack von Chinatown & süße Traditionen

Wenn all die Entdeckungen Ihren Appetit geweckt haben, dann folgen Sie einfach Ihrer Nase – sie führt Sie am frühen Sonntagmorgen nach Tiretti Bazaar.

Sonntags um sieben – Kolkatas kleines China

Im Herzen der Stadt verbirgt sich Kolkatas historisches Chinatown. Über Jahrzehnte haben sich hier chinesische Einwanderer niedergelassen – und ihre Küche gleich mitgebracht.

Doch Achtung: Der Basar lebt im Morgengrauen.
Ab 7:00 Uhr öffnen die dampfenden Stände – und wer nach 8:00 Uhr kommt, wird feststellen, dass die besten Köstlichkeiten bereits ausverkauft sind.

Zwischen improvisierten Tischen und aufsteigendem Dampf warten:

• zarte Teigtaschen mit Huhn oder Fisch

• saftige Schweinefleisch-Baos

• aromatische Suppen

• eine große Auswahl an Momos

• knusprige Krabbenchips

Es ist laut, geschäftig, authentisch – und jeder Bissen schmeckt nach Tradition.

Nahoum’s – Eine jüdische Institution

Nach dem herzhaften Frühstück lohnt sich ein Abstecher in den legendären Nahoum & Sons im historischen New Market Kolkata.

Seit über einem Jahrhundert ist diese jüdische Bäckerei eine feste Größe der Stadt. Hinter der unscheinbaren Theke stapeln sich Schokoladentoffees, saftige Brownies, Pflaumenkuchen, Käse-Sambusaks und frisch gebackenes Challah-Brot.

Beißen Sie in einen warmen, üppigen Brownie, lehnen Sie sich zurück und beobachten Sie, wie draußen die Straßenbahnen vorbeirattern.

In diesem Moment – zwischen süßem Schokoladenduft und dem leisen Rhythmus der Stadt – wird klar: Kolkata offenbart seine Geschichten nicht auf einmal.

Man muss sie schmecken.

Die ikonischen gelben Taxis drängen sich an der Chowringhee Crossing, dem unverkennbaren Herzstück des Verkehrs in Kalkutta, mit kolonialen Sehenswürdigkeiten im Hintergrund. © Roop_Dey


 

Informationen für Ihre Reise nach Kolkata

 

✈️ Anreise nach Kolkata

Nächstgelegener Flughafen:
Der internationale Flughafen Netaji Subhas Chandra Bose International Airport verbindet Kolkata mit allen großen indischen Metropolen. Fluggesellschaften wie IndiGo, Air India und Vistara bedienen regelmäßig nationale Strecken.

Vom Flughafen aus erreichen Sie das Stadtzentrum bequem per Taxi oder App-basierter Fahrdienste.

Nächstgelegener Hauptbahnhof:
Die historische Howrah Junction railway station (Code: HWH) zählt zu den wichtigsten Eisenbahnknotenpunkten Indiens. Bereits die Ankunft über die ikonische Howrah-Brücke ist ein Erlebnis für sich.

🚕 Vor Ort unterwegs

Kolkata verfügt über ein vielseitiges öffentliches Verkehrsnetz – Metro, Busse, Straßenbahnen, Fähren und Taxis prägen das Stadtbild.

Die bequemste Art der Fortbewegung – besonders für Besucher – ist jedoch ein Mietwagen mit Fahrer. So gelangen Sie stressfrei zu allen Sehenswürdigkeiten und können Ihre Zeit optimal nutzen.

Für kürzere Strecken bieten sich auch App-Taxis oder die Metro an – besonders während der Hauptverkehrszeiten.

🔐 Sicherheit

Kolkata gilt im Vergleich zu vielen anderen Großstädten als relativ sicher und ist auch nach Mitternacht gut beleuchtet. Dennoch gilt – wie in jeder Metropole – ein gesundes Maß an Vorsicht:

• Nach Einbruch der Dunkelheit möglichst nicht allein unterwegs sein

• Wertsachen diskret aufbewahren

• Offizielle Taxis oder bekannte Fahrdienste nutzen

Mit etwas Umsicht steht einer entspannten Entdeckungstour durch die „Stadt der Freude“ nichts im Wege.

Eine historische Straßenbahn rattert durch belebte Straßen und setzt damit eine Tradition fort, die Kalkutta seit 1902 prägt. © Elena Odareeva


 

Einige Bilder von unserer Reise nach Kalkutta

 

Ein Straßenverkäufer rollt ein Kathi Roll, das noch heiß ist und mit Hähnchenfleisch, Ei, Zwiebeln und Limette gefüllt ist. © Alexreynolds


Der Phool Bazaar sprüht vor Farben, seine Blumenstände sind ein Feuerwerk aus Düften und Leben. © Jeremy Richards


Ein ländlicher Handwerker bemalt einen Tontopf von Hand und hält damit die Volkskunst Bengalens auf der Handwerksmesse am Leben. © Arindam Banerjee


Der Verkehr auf der Howrah-Brücke ist lebhaft, von Rikschas bis zu Bussen – ein Symbol für Kalkuttas Dynamik. © NOWAK LUKASZ


Dhaakis schlagen ihre traditionellen Dhak-Trommeln in einem Durga Puja Pandal und erfüllen die Luft mit Rhythmus und festlicher Energie. © CRS PHOTO


Ein Chaiwala am Straßenrand rührt Milchtee und erfüllt die Luft mit seinem reichhaltigen Aroma. © ABIR ROY BARMAN


Eine ältere Frau sitzt mit einem Puja Thali am Prinsep Ghat und wartet darauf, zum heiligen Ganges zu beten. © ABIR ROY BARMAN


Birla Mandir, ein hoch aufragendes Meisterwerk aus Marmor, ist einer der prächtigsten Hindu-Tempel Kalkuttas. © Zvonimir Atletic


Das einfache Zimmer im Mutterhaus, in dem Mutter Teresa lebte und wo sie ihre letzte Ruhe fand. © Zvonimir Atletic


Ein Mann trägt Blumen und Götzenbilder von Lord Ganesha und Göttin Lakshmi in einem Bambus-Tokri (Holzkorb) und begibt sich mit jeder Schritt voller Hingabe zum Kali-Tempel. © Rudra Narayan Mitra


Darsteller paradieren in leuchtenden Farben während des einwöchigen Rath Yatra Festivals in Kalkutta. © Chowdhury Arindam


Ladenfronten voller Durga-Götzenbilder, bemalt und bereit für die Festivalsaison. © DebashisK


Handgefertigte Schätze, von Teppichen bis hin zu Schmuck, werden auf der großen Handwerksmesse in Kalkutta ausgestellt. © Rudra Narayan Mitra


Pilger baden im Hooghly und sprechen Gebete, während der heilige Fluss ihre Hingabe stromabwärts trägt. © Anubhab Roy


In der Metro von Kalkutta sitzt eine Gruppe von Fahrgästen geduldig da, versunken in ihre eigenen Gedanken, während der Zug unter den geschäftigen Straßen der Stadt hindurchgleitet. © Sudip Biswas


Der Verkehr fließt unter der hoch aufragenden Ost-West-Metro-Linie hindurch, ein Zeichen für den modernen Wandel der Stadt. © rahul09


Kinder spielen in den Gassen von Kalkutta, ihr Spiel entfaltet sich unter lebhaften Wandmalereien von Shiva und anderen Gottheiten. © Somnath Chatterjee


Verkäufer stapeln reife Wassermelonen, eine süße Erfrischung für die belebten Straßen Kalkuttas. © Korkusung / GETTY IMAGES


Reisende warten am Netaji Subhas Chandra Bose International Airport, dem verkehrsreichsten Flughafen Ostindiens. © VasukiRao / GETTY IMAGES


Pendler versammeln sich am Bahnhof Esplanade und blicken auf den Tunnel, während sich die nächste Metro nähert.


Ein verwittertes Gebäude der Bow Barracks, dessen grüne Fenster Einblick in die Geschichte des anglo-indischen Erbes gewähren. © Rudra Narayan Mitra


Die Maa-Überführung erstreckt sich über 4,5 km quer durch Kalkutta und bietet einen Blick aus der Vogelperspektive auf die pulsierende Stadt. © Rudra Narayan Mitra


Der Bahnhof Howrah erstreckt sich über den Hooghly, Indiens größten und ältesten Eisenbahnkomplex, der von ständiger Bewegung geprägt ist. © Lalam Photography


Ein Flugzeug der Jet Airways wartet am Flughafen von Kalkutta, bereit, die Stadt mit dem Himmel zu verbinden. © Roop_Dey


Eine Flotte gelber Ambassador-Taxis steht vor dem internationalen Flughafen von Kalkutta bereit – ein Wahrzeichen des Straßenbildes der Stadt. © SIHASAKPRACHUM


Die Howrah-Brücke in der Abenddämmerung, die über dem Hooghly leuchtet, umgeben von der Stadt. © Mazur Travel


Chitpur im Norden Kalkuttas, wo überfüllte Straßen auf verblassende Kolonialvillen treffen. © Radiokafka


Das Writers’ Building, einst das Zentrum der britischen Verwaltung, steht noch immer als Relikt der Kolonialzeit. © Debjit Chakraborty


Erfrischende Limonade nach indischer Art, zubereitet von einem Straßenverkäufer in den belebten Straßen von Kalkutta. © CRS PHOTO


Frauen fertigen farbenfrohe Jutetaschen und Teppiche auf Asiens größter Handwerksmesse, wo Tradition im modernen Kalkutta weiterlebt. © Rudra Narayan Mitra


Ein Handwerker in Kumartuli gibt Durga den letzten Schliff und erweckt sie kurz vor Beginn des Festes zum Leben. © Roop_Dey


Die Göttin Durga auf einem Boot, das in einem von tiefer Hingabe geprägten Ritual über den Hooghly-Fluss gleitet. © srbh_graphy


Der South Park Street Cemetery aus dem Jahr 1767, wo verwitterte Gräber die Kolonialgeschichte Kalkuttas erzählen. © Elena Odareeva


Der Hooghly bei Sonnenuntergang, dessen Wasser golden schimmert, während Boote sanft dahintreiben und den zeitlosen Charme Kalkuttas verkörpern. © Saurav022


Roshogulla und Gulab Jamun, Kalkuttas süßeste Köstlichkeiten, glänzen in einem Schaufenster. © Photography the Soulmate


Malai Chop – weich, cremig und unwiderstehlich – ein in ganz Bengalen beliebtes Dessert. © Deepak Bishnoi


Ein Handwerker schnitzt Stammesmasken aus Holz, sein Arbeitsplatz ist geprägt von Tradition und Handwerkskunst. © Saurav022


Belebte Straßen neben der Nakhoda Masjid, Kalkuttas größter Moschee, die 1926 für 1.500.000 INR erbaut wurde. © Radiokafka


Eine Statue der betenden Mutter Teresa, die bescheiden in der Kapelle des Mutterhauses aufgestellt ist. © Zvonimir Atletic


Ein traditionelles bengalisches Rohu-Curry, gekocht mit Kokosmilch, Kurkuma und Gewürzen, serviert mit Liebe. © Santhosh Varghese


Der Dakshineswar-Kali-Tempel erhebt sich am Ufer des Hooghly und ist der wilden, aber liebevollen Göttin Kali gewidmet. © Jayakumar


Ein Durga Puja Pandal in Form eines Elefanten, der die grenzenlose Kreativität der Stadt während des großen Festes zeigt. © Rudra Narayan Mitra


Rosogolla und Chomchom, zwei der bekanntesten Süßigkeiten aus Bengalen, die auf der Zunge zergehen. © Amitpaul911


Ein Ladenbesitzer verkauft würzige Snackmischungen, bunte und knusprige Leckereien für unterwegs. © Saurav022


Ein Ladenbesitzer bereitet frisches Doi (Quark) zu, eine beliebte bengalische Süßspeise, die in jedem Haushalt gerne gegessen wird. © Saurav022


Frauen waten mit Früchten und Opfergaben in den Fluss und begehen das alte Fest Chhath Puja. © PHOTO BAZAR INDIA


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